Köln - Angeklagte im „Rosenmädchen”-Mordprozess bleiben in Freiheit

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Angeklagte im „Rosenmädchen”-Mordprozess bleiben in Freiheit

Von: dapd-nrw
Letzte Aktualisierung:

Köln. Die beiden Angeklagten im sogenannten Rosenmädchen-Mordprozess bleiben auf freiem Fuß. Das Oberlandesgericht Köln verwarf am Montag die Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen die Aufhebung der Haftbefehle.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 57-jähriger Mann vor fast 15 Jahren die Ermordung einer jungen polnischen Prostituierten in Auftrag gegeben hat, die mitangeklagte 49-jährige Frau soll an der Tat beteiligt gewesen sein. Da das über lange Jahre nicht identifizierte Opfer damals in einem Rosenbeet gefunden wurde, hatte es die Bezeichnung „Rosenmädchen” erhalten.

Gegen die Angeklagten wird seit Februar vor der 11. Großen Strafkammer des Landgerichts Köln verhandelt. Sie werden vor allem durch die Aussage eines Mannes belastet, der auch den tödlichen Angriff auf das Opfer gestanden haben soll. Allerdings starb dieser Angeklagte bereits in der Untersuchungshaft und kann deshalb nicht mehr befragt werden.

Das Landgericht Köln hat in der Hauptverhandlung am 7. April die Haftbefehle gegen die beiden Angeklagten aufgehoben, da eine Verurteilung nicht wahrscheinlich sei und damit ein dringender Tatverdacht und die Fluchtgefahr nicht mehr gegeben sind.

Dieser Einschätzung schloss sich jetzt das Oberlandesgericht an. Allerdings zweifelten die Richter, ob tatsächlich kein dringender Tatverdacht mehr besteht (Aktenzeichen: OLG Köln 2 Ws 221 - 222/11).
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