Aachen/Wuppertal - AMB Generali: Ermittlungen gegen Mitarbeiter eingestellt

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AMB Generali: Ermittlungen gegen Mitarbeiter eingestellt

Von: Tom Lammertz
Letzte Aktualisierung:

Aachen/Wuppertal. Zweieinhalb Jahre lang hat die Staatsanwaltschaft Wuppertal ermittelt, in dieser Woche die Anklagen im sogenannten „GEZ-Verfahren” zugestellt.

Mit zwei Namen stand die Aachener AMB Generali zuletzt noch auf der Liste von Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert. In beiden Fällen wurden die Ermittlungen wegen „Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr” ohne Auflagen „aufgrund von Geringfügigkeit” eingestellt.

Gegen Zahlung einer vierstelligen Summe wurde auch ein dritter Fall zu den Akten gelegt. Dem Manager war vorgeworfen worden, er habe sich als Mitarbeiter der Kölner DEVK-Versicherung bei Kaufentscheidungen von Zuwendungen beeinflussen lassen. Ein jetzt angeklagter Verkäufer einer Wuppertaler Computerfirma soll der GEZ und mehreren Firmen Großeinkäufe mit Extras „versüßt” haben: einigen mit teuren Reisen, Luxusessen, anderen mit teuren Geschenken, Nachtclub- oder Stadionbesuchen.

Allerdings reichten die Beweise der Staatsanwaltschaft in den genannten drei Fällen als Tatnachweis nicht aus. Die Sanktion gegen den Manager der Kölner Versicherung, dessen Aachener Wohnung Anfang 2007 ebenso durchsucht worden war wie die des ehemaligen Konzernchefs der AMB Generali, sei als „eine Art Bußgeld” anzusehen, sagt Baumert. Belastende Zeugenaussagen seien nicht von der Hand zu weisen gewesen.

Dichter müssen die Beweise gegen den Wuppertaler Verkäufer und den Schweizer Geschäftsführer der Computerfirma, gegen den Troisdorfer Hauptsachbearbeiter im Hardware-Beschaffungswesen der GEZ, gegen deren Pulheimer Teamleiter Systemsupport sowie den Geschäftsführer eines Düsseldorfer Versicherungskonzerns aus Remseck gewesen sein: Ihnen hat das Wuppertaler Schöffengericht Anklagen ins Haus geschickt - wegen Vorteilsgewährung bzw. Vorteilsnahme und Bestechlichkeit.
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