Am Aachener Tivoli keimt so was wie Aufbruchstimmung

Von: Achim Kaiser
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diese beiden Hoffnungsträger
diese beiden Hoffnungsträger sind bei der nächsten Alemannia-Gesprächsrunde „time 2 talk” mit von der Partie: Tivoli-Rückkehrer Sascha Rösler (links) und der neue Sport-Geschäftsführer Uwe Scherr. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Das war keine gute Saison für Fußballfans: Alemannia abgestiegen, Köln abgestiegen, Bayern Champions-League-Zweiter, die deutsche Nationalelf im Halbfinale bei der Europameisterschaft ausgeschieden. Blick nach vorn: Es kann nur besser werden.

Zumindest am Tivoli schimmert wieder etwas Licht am Ende des Tunnels: Die Anhänger lassen ihre Alemannia nicht im Stich, annähernd 5000 Dauerkarten sind schon verkauft, die Mannschaft mausert sich rein nominell zu einem Aufstiegsaspiranten und Mitte August reist Nachbar Borussia Mönchengladbach zum Pokalderby nach Aachen an.

Es herrscht Aufbruchstimmung im Sportpark Soers. Großen Anteil daran hat Manager Uwe Scherr, der während seiner kurzen Amtszeit. schon aus dem Schatten seines erfolglosen Vorgängers Erik Meijer getreten ist. Der neue Sportdirektor hat nämlich in Rekordzeit einen ansehnlichen Kader geformt, der in der Vorbereitung auf die kommende Saison - zugegebenermaßen ausschließlich gegen unterklassige Teams - nur Siege eingefahren hat. Mit der Verpflichtung von Sascha Rösler hat Scherr ein Ausrufezeichen gesetzt. Rösler ist mit der Alemannia im Jahr 2006 in die Bundesliga aufgestiegen und soll nun bei der Rückkehr in die zweite Liga mithelfen. Der mittlerweile 34 Jahre alte offensive Mittelfeldmannes, der zuletzt auch mit Fortuna Düsseldorf den Sprung in die Erstklassigkeit schaffte, genießt nach wie vor viele Sympathien bei den Aachener Anhängern, er nährt auch ihre Hoffnung auf bessere Zeiten. Dass Manager Scherr auch Spielmacher Albert Streit halten konnte, ist ebenfalls ein positives Signal für die kommende Spielzeit in der dritten Liga.

Zum Auftakt der von den „Aachener Nachrichten” initiierten Alemannia-Gesprächsrunde „time 2 talk” im Sportpark Kohlscheid sind Scherr, Rösler und Streit allesamt zu Gast. Aber nicht nur sie: Aufsichtsratsvorsitzender und Alemannia-Präsident Meino Heyen wird ebenso wie Trainer Ralf Aussem Rede und Antwort stehen. Am Dienstag, 10. Juli, steht der sportliche Leistungsvergleich mit dem Zweitligisten aus Köln auf dem Programm, tags darauf, am 11. Juli, die Alemannia-Talkrunde in Kohlscheid.

Thematisiert wird im Sportpark neben der sportlichen Einschätzung natürlich auch die wirtschaftliche Situation des Zweitliga-Absteigers. Dabei lautet eine der entscheidenden Fragen: Wie lange kann die Alemannia überhaupt in der dritten Liga überleben? Verwaltung und Politik in Aachen, die dem klammen Klub bei der Umfinanzierung des Stadions sehr stark unter die Arme gegriffen haben, gehen je nach Einnahmensituation der Alemannia von zwei bis drei Jahren aus. Allerdings hängt diese Prognose auch stark vom sportlichen Abschneiden der Tivolikicker ab.

Dazu kann Chefcoach Ralf Aussem am besten etwas sagen. In Absprache mit Manager Scherr wird er sicherlich auch ein Saisonziel formulieren können und vielleicht eine Antwort auf die Frage geben, ob die Schwarzgelben mit diesem neu formierten Team schon um den Wiederaufstieg in die zweite Liga mitspielen können.

Eintritt frei

Der Auftakt von „time 2 talk” in der neuen Drittligasaison ist hochkarätig besetzt, und der Eintritt ist frei. Das heißt für alle Anhänger: Termin vormerken. Der Alemannia-Talk findet am Mittwoch, 11. Juli, um 19 Uhr im Sportpark Kohlscheid, Kaiserstraße 96 in Herzogenrath, statt.
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