Alemannia warnt: Hände weg von Internetangeboten

Von: Achim Kaiser
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Große Nachfrage: Gegen die Bayern wird der Tivoli wieder ausverkauft sein - wie zuletzt gegen Frankfurt. Foto: Imago/Team 2

Aachen. Keine Frage, die Tickets für Alemannias Pokalspiel gegen den FC Bayern sind heiß begehrt. Wer beispielsweise 249,99 Euro auf den virtuellen Auktionstisch im Internet hinblättert, könnte zwei Eintrittskarten für den Stehplatzbereich(!) „sofort kaufen”, wie es im Fachjargon heißt. Zahlreiche weitere Ticket-Angebote lauern im Netz auf Käufer, die auf der Hut sein sollten.

„Hände weg von diesen Internetangeboten”, warnt Alemannias Pressesprecher Thorsten Pracht. Denn in den „Allgemeinen Ticket-Geschäftsbedingungen” (ATGB), die jeder Tivoligänger beim Kauf einer Alemannia-Karte automatisch akzeptiert, steht ausdrücklich unter Punkt 7: „Dem Ticketinhaber ist es insbesondere untersagt, Tickets bei Auktionshäusern zum Verkauf anzubieten; Tickets ohne vorherige Zustimmung von Alemannia Aachen kommerziell zu veräußern sowie im Rahmen einer privaten Weitergabe die Tickets zu einem höheren Preis zu veräußern.”

Bei einem Verstoß gegen diese Geschäftsbedingungen wird das Ticket „ungültig”: „Alemannia Aachen ist in diesem Fall berechtigt, das Ticket zu sperren und dem Besitzer des Tickets entschädigungslos den Zutritt zum Stadion zu verweigern.” Tatsächlich wird niemand mit solchen Karten in das Stadioninnere gelangen, betont Pracht.

Für diejenigen, die Alemannia-Karten im Internet beispielsweise bei „Ebay” anbieten, ist ein höchst unangenehmes Aktionsende programmiert. Denn der geschädigte Verein kann von dem Anbieter „die Zahlung einer Vertragsstrafe in Höhe von bis zu 2500 Euro verlangen”.

Die Alemannia stehe, so Sprecher Pracht, „in engem Kontakt mit den Internet-Auktionshäusern” und lasse sämtliche Auktionen mit Alemannia-Tickets sperren. Das sei aber noch nicht alles. „Wir bieten auch selbst im Internet mit, um so an die Daten der Anbieter zu kommen”, sagt Pracht. Schließlich würde nach juristischer Beratung gegebenenfalls auch ein Anwalt eingeschaltet.

„Da wir im Moment in einer Verkaufsphase für Dauerkarteninhaber sind, werden die Tickets personalisiert. Das heißt, wir können am Barcode erkennen, wem die Karten gehören”, erklärt Pracht: „Und manche Menschen sind so dumm und stellen ihre Karten eben mit diesem Barcode ins Internet. Da haben wir natürlich leichtes Spiel.” Das trifft dann auch auf die Sperrung der Karten zu. Pracht: „Das Drehkreuz am Eingang schaltet dann automatisch auf Rot und ist gesperrt.”

Bislang hat der Aachener Zweitligist für die Pokalpartie am 26. Januar gegen den Rekordmeister aus Bayern 17.000 Karten verkauft. Noch bis Donnerstag läuft der Verkauf für Dauerkarteninhaber. Erst dann wird feststehen, ob noch Tickets in den freien Verkauf gehen.
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