AKV-Ritter Lindner hat Bammel vor Ordensrede

Von: jn
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Kein Büßerhemd, kein blau-gelber Strampelanzug: FDP-Chef Christian Lindner will sich als neuer AKV-Ritter nicht zum Affen machen. Foto: dpa

Düsseldorf/Aachen. FDP-Parteichef Christian Lindner gilt als einer der schlagfertigsten Redner im deutschen Parlaments- und Politikbetrieb. Doch vor seiner Rede als neuer Aachener Ordensritter „Wider der den tierischen Ernst“ am 15. Februar dieses Jahres hat der 35-jährige Berufspolitiker durchaus Bammel, wie Lindner am Dienstag gestand. „Ich habe großen Respekt davor. Nichts ist so ernst wie Humor und Karneval.“

Üblicherweise redet der wortflinke Freidemokrat ohne Manuskript. Doch bei seinem Auftritt beim Aachener Karnevals-Verein (AKV) will Lindner offenkundig nichts dem Zufall überlassen. Noch schmiedet er nicht an seinen Worten, sondern sammelt als Stoff für seine Ordensrede fleißig Anekdoten. „Es wird kein Plagiat geben“, versicherte der FDP-Politiker in Anspielung an die Ordensritter Friedrich Merz und Jürgen Rüttgers, die in Verdacht gerieten bei ihren Reden kräftig abgekupfert zu haben.

Den Verlockungen, sich im Narrenkäfig gesanglich zu profilieren, will Lindner tapfer widerstehen. „Ich heiße Christian und nicht Patrick Lindner.“ Auch mit der Kostümierung will es der FDP-Politiker sparsam halten. Als sein Parteifreund Guido Westerwelle im Jahre 2001 den Orden „Wider den tierischen Ernst“ erhalten habe, sei er „in so einem blau-gelben Strampelanzug“ aufgetreten, stöhnt Lindner. „Dieses Foto ist Westerwelle noch zehn Jahre später nachgelaufen.“

Im Übrigen sei die AKV-Veranstaltung ja auch keine Kostümveranstaltung, betont der designierte Ordensritter. Ansonsten macht er um seinen Auftritt bei der legendären Fernsehsitzung aber noch ein Geheimnis und lässt sich lediglich entlocken: „Jedenfalls werde ich nicht im Büßerhemd auftreten.“

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