Affäre Pooth: Zivilprozess gegen Ex-Sparkassenvorstand

Von: dpa
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Verona und Franjo Pooth
Verona und Franjo Pooth. Der Unternehmer ist vom Amtsgericht Düsseldorf wegen fahrlässiger Insolvenzverschleppung, Untreue, Bestechung im geschäftlichen Verkehr sowie Vorteilsgewährung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt worden. Foto: ddp

Düsseldorf. Nach der Firmenpleite von Franjo Pooth steht wieder ein Gerichtstermin bevor. In einem Zivilprozess will die Stadtsparkasse Düsseldorf mehr als eine halbe Million Euro Schadenersatz von ihrem früheren Vorstand Karl-Heinz Stiegemann erwirken.

Das Geldinstitut wirft Stiegemann vor, im Jahr 2007 entgegen anderslautender Beschlüsse den Kreditrahmen für Pooths Firma Maxfield erweitert und so für Kreditausfälle gesorgt zu haben.

Beide Seiten treffen sich am Mittwoch in zwei Wochen (23. Februar) zum Gütetermin vor dem Düsseldorfer Landgericht. Im Fall, dass es nicht zu einer Einigung kommt, wird es eine mündliche Verhandlung vor dem Landgericht geben. Vorsorglich ist dafür auch Franjo Pooth - Ehemann von Entertainerin Verona Pooth - als Zeuge geladen.

Mit ihrem ehemaligen Vorstandschef Heinz-Martin Humme, dem die Affäre wie Stiegemann den Job gekostet hatte, hat sich die Sparkasse bereits außergerichtlich geeinigt. Pooth selbst war Anfang 2009 unter anderem wegen Bestechung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

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