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Achtung, Unwetter: Zentimeterdicke Hagelkörner erwartet

Von: red/dpa
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Hagelkörner wie diese können schwere Schäden unter anderem an Autos verursachen. Symbolfoto: dpa

Aachen/Düren/Heinsberg. Vor starken Gewittern mit bis zu einem Zentimeter großen Körnern, Sturmböen und schweren Regengüssen in Nordrhein-Westfalen am Abend und in der Nacht zum Freitag warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD). Kleiner Trost: Das Wochenende wird wieder sehr angenehm.

Der Starkregen könne stellenweise bis zu 20 Liter pro Quadratmeter stark ausfallen, die Sturmböen bis zu 90 Kilometer pro Stunde erreichen. Ursprünglich war sogar von bis zu 100 km/h die Rede gewesen. Die erwarteten Hagelkörner können örtlich bei besonders schweren Gewittern bis zu drei Zentimeter Durchmesser erreichen.

Die Warnung gilt für den Zeitraum zwischen 15 Uhr und Freitagnacht gegen 3 Uhr. Am Freitagvormittag kommt es dann laut DWD erneut zu Gewittern, die allerdings nicht mehr mit Unwettern verbunden sind.

Hintergrund der Unwetter ist ein Wechsel der Wetterlage: Im Vorfeld eines Tiefs über dem Ärmelkanal strömt anfangs noch feuchte und sehr warme Luft nach Nordrhein-Westfalen. Ab dem Abend wird sie durch eine Kaltfront abgelöst.

Nachdem die Gewitter über Deutschland hinweggezogen sind, beruhigt sich das Wetter. Das Wochenende wird laut Prognose angenehm bei 24 bis 27 Grad.

Nach Frankreich brachte das Tief bis in den Donnerstag hinein bereits heftigen Regen, Gewitter und starken Wind. Für zahlreiche Regionen des Landes gab es Unwetterwarnungen. In Bozouls nordöstlich von Toulouse wurde eine Camperin getötet, als ein Baum auf ihren Wohnwagen fiel. In Biras westlich von Bordeaux kam eine 63-Jährige beim Einsturz eines Scheunendachs ums Leben. Im Südwesten des Landes waren mehr als 50.000 Haushalte vorübergehend ohne Strom. In Paris ließ die Stadtverwaltung vorsorglich Parks und Friedhöfe schließen.

In Deutschland ziehen die Gewitter weiter, am Freitag werde die Unwetter-Kaltfront über dem Osten angekommen sein, wo am Donnerstag noch einmal hochsommerliche Temperaturen herrschten, sagte DWD-Meteorologe Christian Herold. Im Westen ist es dann schon kühler bei höchstens 24 Grad.

Am Wochenende sollen die Gewitter endgültig abgezogen sein. Dann herrscht bestes Ausflugswetter mit einem Mix aus Sonne und Wolken bei angenehmen Temperaturen um 25 Grad. Am Sonntagnachmittag sei aber im Süden und in den Mittelgebirgen ein Blick in den Himmel ratsam, sagte Herold. Dort könnten sich wieder Gewitterwolken zusammenbrauen.

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