Düsseldorf - Abgerissen: „Hoden-Hans” gesteht Kastration

Abgerissen: „Hoden-Hans” gesteht Kastration

Von: dpa
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Düsseldorf. Ein 46-jähriger Gelegenheitsarbeiter hat in Düsseldorf gestanden, einem Bekannten mit der bloßen Hand die Hoden abgerissen zu haben.

Der in den Medien als „Hoden-Hans” titulierte Angeklagte muss sich derzeit vor dem Düsseldorfer Landgericht wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. In angetrunkenem Zustand soll er seine Ankündigung „Ich reiß dir jetzt die Eier ab!” umgehend in die Tat umgesetzt haben.

Er sei völlig unvermittelt über sein schmächtiges Opfer hergefallen und habe mit einem einzigen Griff dessen Hose zerfetzt. Die blutigen Hoden schleuderte er in hohem Bogen aus dem Fenster. Sein Verteidiger verlas am Mittwoch das Geständnis des Gelegenheitsarbeiters: Er wisse auch nicht, was damals in ihn gefahren sei, ließ er die Richter wissen.

Nach reichlich Alkoholkonsum habe er einen „Filmriss” gehabt, als er seinen Bekannten und ehemaligen Arbeitskollegen im benachbarten Neuss kastriert hat. Das 48-jährige Opfer hatte sich stark blutend zu seinen Eltern flüchten können, die sofort Notarzt und Polizei alarmierten. Die Geschlechtsteile des Kastrierten wurden aber erst Tage später auf einem Dach unterhalb der Wohnung des Täters gefunden und konnten nicht mehr angenäht werden.

Dem handgreiflichen Kastrierer droht nun die Einweisung in eine Psychiatrie. Er war schon früher mehrmals durch besondere Aggressivität nach Alkoholkonsum aufgefallen. Obwohl er monatelang unter Schmerzen gelitten und seine Zeugungsfähigkeit eingebüßt hatte, zeigte sich das Opfer am Mittwoch im Gerichtssaal versöhnlich: „So was passiert schon mal!”

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