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Aachener Zeitung beim Henri-Nannen-Preis ganz vorne dabei

Von: bm/epd
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Die Nominierten für den Henri-Nannen-Preis: Stephan Mohne (2.v.l.) und Oliver Schmetz (5.v.l.) aus der Lokalredaktion der Aachener Zeitung wurden in der Kategorie „Beste investigative Leistung” Zweite. Foto: hnp

Hamburg. Am Ende war es zwar nicht Platz eins, aber die Gewissheit, ganz, ganz vorne dabei gewesen zu sein im Konzert der Großen in Deutschland.

Der Beitrag von Stephan Mohne und Oliver Schmetz, Redakteure der Aachener Zeitung, gehörte in diesem Jahr beim Henri-Nannen-Preis in der Kategorie „Beste investigative Leistung” zu den drei nominierten Texten.

Die beiden Lokalredakteure hatten ihre hervorragende Recherche-Leistung bei ihrer Berichterstattung über den spektakulären Ausbruch von zwei Schwerverbrechern aus der Justizvollzugsanstalt Aachen eingereicht. Und sich damit gegen einige hundert andere Autoren bis ins Finale gekämpft.

Jury-Mitglied Frank Schirrmacher, Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, sagte vor 1200 Zuschauern im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, dass zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder eine lokale Tageszeitung wie die AZ es geschafft habe, in den erlauchten Kreis der Nominierten zu kommen.

Das sei eine bundesweit besondere und bemerkenswerte Leistung, wenn man bedenke, welche zeitlichen Möglichkeiten große Zeitschriften, Magazine und überregionale Zeitungen im Vergleich zu lokalen und regionalen Zeitungen hätten.

Den Henri-Nannen-Preis für die beste investigative Leistung vergab die Jury an drei Autoren vom „Spiegel”. Jürgen Dahlkamp, Gunther Latsch und Jörg Schmitt gewannen mit ihrer Dokumentation über den früheren Vorstandsvorsitzenden des Arcandor-Konzerns, Thomas Middelhoff.

Den Preis für die beste Reportage erhielt Hania Luczak für eine in „Geo” veröffentlichte Reportage über Menschen, die ohne künstliche Ernährung nicht lebensfähig sind, weil ihr Darm keine Nahrung verarbeiten kann. Zehn Monate dauerte die Vorarbeit für diese Wissenschaftsreportage.

Für den Beitrag „Amerikas dunkles Geheimnis” wurden die „Stern”-Autoren Katja Gloger, Jan Christoph Wiechmann und Giuseppe Di Grazia in der Kategorie Dokumentation ausgezeichnet. Hier ging es um die Folterungen an gefangenen Soldaten.

Einen Sonderpreis gewann ein Autoren-Team des Magazins der „Süddeutschen Zeitung”. Gegen den Widerstand der Bundeswehr hatten die vier Journalisten Marc Baumann, Martin Langeder, Mauritius Much und Bastian Obermayer mehr als 100 Feldpostbriefe und E-Mails deutscher Soldaten aus Afghanistan gesammelt und veröffentlicht.

Altkanzler Helmut Schmidt wurde für sein publizistisches Lebenswerk geehrt. Nach Angaben des veranstaltenden Verlages Gruner + Jahr musste die Jury in diesem Jahr 878 eingereichte Beiträge aus 186 Print- und Online-Publikationen bewerten, darunter den erfolgreichen nominierten Beitrag aus Aachen.

Bereits im April war die Aachener Zeitung in Wien zum wiederholten Mal mit einem „European Newspaper Award” ausgezeichnet worden.
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