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Aachener Bischof: Weihnachtsgeschichte mahnt zu Solidarität

Von: epd
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Bischof Heinrich Mussinghoff hat Freitagabend die feierliche Christmette im Aachener Dom zelebriert. Foto: Martin Ratajczak

Aachen/Region. Die Weihnachtsgeschichte mit der erfolglosen Herbergssuche von Maria und Josef mahnt nach Worten des Aachener Bischofs Heinrich Mussinghoff zur Solidarität mit Fremden und Flüchtlingen.

Die biblische Geschichte mache deutlich, dass kein Platz für Jesus auf dieser Erde sei, „abgewiesen und abgeschoben, ausgewiesen, verraten und verkauft”, sagte Mussinghoff in der Christmette am Freitagabend im Aachener Dom. „Wir spüren Jesus Solidarität mit den Fremden, Flüchtlingen und Migranten, mit Sinti und Roma.”

Christliche Aufträge: Solidarität und Nächstenliebe

In seiner Predigt dankte der Aachener Bischof ausdrücklich der neuen nordrhein-westfälischen Landesregierung. Die rot-grüne Koalition in Düsseldorf hat die Abschiebungen von Roma ins Kosovo und nach Serbien wegen des harten Winters bis 31. März ausgesetzt.

Mussinghoff verwies auf den christlichen Auftrag zur Solidarität und zur Nächstenliebe. Hier gehöre alles hin, was das Leben schwermache, sagte er und nannte unter anderem die Missbrauchsskandale in der Kirche, „die uns schwer auf der Seele liegen und für die wir uns bei den Opfern, den Familien und Gemeinden entschuldigen”. Auch wachsende Armut, Hartz IV, Langzeitarbeitslose und fehlende Verantwortung in der Banken- und Finanzkrise zählten dazu.

Durch Jesu Geburt als hilfloses Kind werde deutlich, dass Gottes eigener Sohn das Menschsein erst habe lernen müssen. „Er muss das Menschsein lernen, er muss arbeiten, er spürt die Härte des Daseins”, sagte Mussinghoff. Jesus habe diese Härte und die Not unseres Daseins angenommen, betonte der Bischof. „Er ist unser Bruder geworden, solidarisch bis zum Äußersten.”
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