Aachener Amokläufer steht vor Gericht

Von: wos
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Aachen. „Was sind Sie denn von Beruf?”, wollte am Donnerstag der Vorsitzende Richter Gerd Nohl von dem Mann auf der Bank wissen.

„Früher KFZ-Meister, jetzt bin ich Frührentner”, antwortete Reinhold P. (53) völlig klar. Er steht in einem psychiatrischen Unterbringungsverfahren vor einer Strafkammer des Aachener Landgerichts, weil ihm am 21. September mitten in der Aachener Innenstadt jene geistige Klarheit völlig fehlte.

Denn dort lief der offensichtlich geistige verwirrte und alkoholisierte Reinhold P. mittags gegen 13.15 Uhr beinahe Amok, als er ausgehend von seiner Wohnung am Pontdriesch blutverschmiert und mit zwei Messern in den Händen aus dem belebten Studentenviertel Aachens in Richtung Rathaus lief. Erst kurz vor Erreichen des Marktplatzes stoppte ein gezielter Schuss in den Oberschenkel den barfuß laufenden Mann, der nur mit einem Pyjama bekleidet war.

Laut Staatsanwalt Bernhard Schubert habe P. die Drohung mit dem Wortlaut „Ich bringe euch alle um” ausgestoßen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass P. die Taten - Widerstand gegen Amtsträger und Bedrohung mit einer tödlichen Waffe - im Zustand der Unzurechnungsfähigkeit begangen habe. Der Prozess wird am 31. März fortgesetzt.

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