Aachen - Aachen: Brutaler Angriff mit dem Auto als Waffe

Aachen: Brutaler Angriff mit dem Auto als Waffe

Von: Robert Esser
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Ein 23-Jähriger hat in der Nacht zum Sonntag sein Auto im Aachener Pontviertel als tödliche Waffe eingesetzt, einen jungen Mann mehrfach mit Vollgas angefahren und diesen dabei schwer verletzt.

Gegen zwei Uhr morgens hatte der Täter auf einem Parkplatz an der Wüllnerstraße - zwischen den Hochschulgebäuden im studentischen Partyviertel - offenbar Streit gesucht.

Er legte sich mit einem 26-Jährigen und dessen Begleiter an. Beide wollten dem Streit laut Oberstaatsanwalt Robert Deller aus dem Weg gehen. „Aber dann ist der 23-Jährige zu seinem Auto gerannt, hat den Motor angeworfen und ist mit quietschenden Reifen und Vollgas auf die zwei jungen Männer zugerast”, schilderte Deller.

Einer der beiden konnte sich in letzter Sekunde mit einem Sprung zur Seite retten, der 26-Jährige neben ihm wurde an den Beinen von dem Auto erfasst. Verletzt schleppte er sich zwischen zwei geparkte Pkw und suchte dort Schutz. Doch der betrunkene Angreifer wendete sein Fahrzeug und raste erneut auf sein Opfer zu.

Mit hohem Tempo rammte er das geparkte Auto, hinter dem sich der verletzte 26-Jährige verkrochen hatte. Der junge Mann wurde zwischen den Wagen eingequetscht. Dabei erlitt er diverse Verletzungen - unter anderem einen Lendenwirbelbruch.

Nach der zweiten mörderischen Attacke krachte der Täter auf seiner Flucht gegen einen Baum. Laut Staatsanwaltschaft konnte der Mann kurze Zeit später von der Polizei gestellt werden.

Am Montag landete der Beschuldigte vor dem Haftrichter, der ihn hinter Gitter steckte. Dort wartet der 23-Jährige nun auf seinen Prozess. Die Anklagebehörde wirft ihm versuchten Totschlag und eine ganze Reihe von Verkehrsdelikten vor - darunter vorsätzliche Trunkenheit und gefährlichen Eingriff im Straßenverkehr.

Sein Opfer liegt mit schweren Verletzungen im Krankenhaus. Lebensgefahr bestehe nicht mehr, hieß es am Montag.
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