Aachen - 81 Jahre alter Mann im Frankenberger Viertel ermordet

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81 Jahre alter Mann im Frankenberger Viertel ermordet

Von: stm
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Ein 81 Jahre alter Mann ist im Frankenberger Viertel ermordet worden. Die Tat wurde bereits am Dienstag der vergangenen Woche, also am 17. Juli, entdeckt.

Zwei Tage später stand nach einer Obduktion fest, dass der Mann Opfer eines Gewaltverbrechens geworden war. Die Staatsanwaltschaft als oberste Ermittlungsbehörde hatte zunächst zu dem Vorfall geschwiegen und keine Informationen an die Öffentlichkeit weitergegeben.

Oberstaatsanwalt Robert Deller bestätigte nun am Dienstag auf Anfrage AZ-Informationen bezüglich des Verbrechens. Laut Staatsanwaltschaft war der Mann an jenem Dienstag von seinem Sohn in einem Mehrfamilienhaus in der Frankenberger Straße unweit des Neumarkts mit schweren Kopfverletzungen gefunden worden. Der Sohn alarmierte sofort die Rettungskräfte.

Laut Robert Deller konnte der Notarzt nur noch den Tod des Mannes feststellen. War zunächst auch ein Treppensturz als mögliche Todesursache in Betracht gezogen worden, so ergab die rechtsmedizinische Untersuchung vergangenen Donnerstag eindeutig etwas Anderes: „Es wurde festgestellt, dass die Verletzungen nicht von einem Sturz herrühren können. Es ist in diesem Fall von einem Kapitalverbrechen auszugehen”, so Deller.

Noch kein Tatverdächtiger

Eine Mordkommission der Aachener Kriminalpolizei ermittelt. Einen Zeugenaufruf wollen die Behörden derzeit - auch nach einer Woche - noch nicht starten. Auch weitere Details, etwa zum tatsächlichen Todeszeitpunkt, werden noch nicht bekanntgegeben. Ob es sich um einen Raubmord gehandelt hat, werde noch ermittelt. Es habe jedenfalls keine Anzeichen dafür in der Form gegeben, dass die Wohnung durchwühlt worden wäre. Einen dringend Tatverdächtigen hat man indes offenbar auch noch nicht ausfindig machen können.

Nähere Details werde es frühestens in zwei, drei Tagen geben. Schon mehrfach haben die Ermittler in der jüngeren Vergangenheit die Öffentlichkeit nicht zeitnah über derartige Kapitalverbrechen informiert. Zum Beispiel beim Mord an einer Haarenerin war das der Fall. Eher durch Zufall kamen die Informationen an die Öffentlichkeit, und erst danach gab es dann auch einen dringenden Zeugenaufruf.

Auch Informationen über die brutale Tat in der Gartenstraße, wo in Folge der massiven Gewalteinwirkung ein Mann an seinen schweren Kopfverletzungen starb, wurden zunächst nicht herausgegeben, obwohl drei Tatverdächtige längst verhaftet worden waren.
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