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350.000 bei Karnevalsumzug in Mönchengladbach

Von: dpa
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Mönchengladbach/Köln/Olfen. Rund 350.000 Narren schunkelten am Veilchendienstag in Mönchengladbach bei einem Karnevalsumzug in Hochform, während in den rheinischen Hochburgen die Karnevalsjecken schon ihren Rausch ausschliefen.

Der „Närrische Lindwurm” schlängelte sich bei strahlendem Sonnenschein durch die Stadt. Der Zug unter dem Motto „Klamotte maake Lüüt” („Kleider machen Leute”)verlief laut Polizei völlig ruhig. „Das Wetter hat den Leuten einfach gute Laune gemacht”, sagte ein Sprecher.

Doch nicht nur in Mönchengladbach waren am Veilchendienstag die Narren los: Beim traditionellen „Schärensprung” im Trierer Ortsteil Biewer hüpften sie in Schlangenlinien durch die Straßen. Tausende Zuschauer bejubelten den Jeckenzug, der von einer Kette springender Narren angeführt wurde.

Im sauerländischen Attendorn säumten beim Veilchendienstags-Zug rund 20.000 Narren die Straßen. Im Vorfeld hatten die Karnevalisten in der vergangenen Woche zu Schüppe und Schneeschieber gegriffen, um die Straßenränder in der engen Innenstadt von den festgefrorenen Schneebergen zu befreien. Auch hier verlief der Umzug laut Polizei störungsfrei.

Einen tragischen Zwischenfall gab es am Dienstag beim Karnevalszug in Olfen im Münsterland: Ein achtjähriges Mädchen wurde von einem Traktor angefahren und schwer verletzt. Aus bislang ungeklärter Ursache war das Kind von einem Traktor auf die Straße gefallen und mit dem Bein unter den nächsten Traktor geraten.

Ruhig, diszipliniert und weitgehend friedlich - so lautet in diesem Jahr die Karnevals-Bilanz der Polizei für den Rosenmontag. „Die Leute waren nicht nur fröhlich, sondern auch friedlich”, sagte Cathrine Maus von der Polizei in Köln am Dienstag. Schnee und Minusgrade hätten bei den Jecken für „ein nicht ganz so erhitztes Gemüt” und damit im Vergleich zum Vorjahr für „insgesamt weniger Probleme” gesorgt. Auch in Düsseldorf, Mainz und Aachen ging der Rosenmontag ohne größere Störungen über die Bühne.

Allein in Köln und Düsseldorf hatten an Rosenmontag gut zwei Millionen Menschen die Züge gesehen. Zu dem insgesamt ruhigen Verlauf trug nach Angaben der Stadt Köln auch ein Glasverbot während der Karnevalstage bei. An den tollen Tagen waren in Köln Gläser und Glasflaschen in besonders sensiblen Bereichen der Innenstadt untersagt.

Vorbildlich verhielt sich ein Jeck in Aachen: Er gab einen mit 2000 Euro gefüllten, herrenlosen Briefumschlag auf der Wache ab. Sein knapper Kommentar an die Beamten: „Gefunden!”

Nicht ganz so friedlich ging es in Bayern zu. Etwa 20 verkleidete „Wikinger” überfielen während des närrischen Treibens im unterfränkischen Kleinrinderfeld eine Familie und verletzten zwei Frauen und einen Jugendlichen schwer. Die Schläger waren von einer Faschingsveranstaltung gekommen und am Montagabend in die Wohnung der Familie eingedrungen. Die Hintergründe der Tat seien noch unklar, teilte die Polizei am Dienstag in Würzburg mit.

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