30. Leverkusener Jazztage: Wieder mehr Jazz

Von: dpa
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Leverkusen. Bei den 30. Leverkusener Jazztagen stimmt das Etikett wieder. „Der Schwerpunkt liegt deutlich auf Jazz und nicht auf Blues, Rock oder Weltmusik”, sagte Festivalleiter Eckart Meszelinsky am Donnerstag bei der Vorstellung des achttägigen Programms vom 7. bis 14. November.

Dabei präsentiert er im Forum von Leverkusen Größen des Jazz wie Candy Dulfer, Markus Miller, Jan Garbarek, Al Di Meola oder den Erneuerer Nils Petter Molvaer, aber auch unbekanntere Musiker wie Roberto Fonseca oder Three Falls.

Den Auftakt wird der Bassist Marcus Miller machen, der in Erinnerung an Miles Davis das Projekt „Tutu Revisited” vorstellen wird. Der US-Amerikaner hatte 1986 für den „King of Blue” die Platte „Tutu”, die zur Elektrifizierung des Jazz betrug, produziert. Zu den besten Bassisten auf der Welt gehört der israelische Musiker Avishai Cohen, der Stileinflüsse aus dem Mittleren Osten in seine Kompositionen einfließen lässt.

In der „Piano Night” darf man vor allem gespannt sein auf Michael Camilo. Der in der Dominikanischen Republik geborene Künstler gilt seit Mitte der 80er Jahre als einer der profiliertesten Klavierspieler im Jazz. Der aufstrebende Kubaner Roberto Fonseca und das Tingvall Trio komplettieren den Piano-Schwerpunkt. Den Neuerern des Jazz gehört der Abend mit dem Titel „Future Sounds”. Allen voran Nils Petter Molvaer. Der norwegische Trompeter ist ein Suchender geblieben, der verschiedene Musikrichtungen wie House, Hip Hop oder Rock mit Jazz kombiniert. Erstmals auf der Hauptbühne in Leverkusen stehen die „Three Falls”. Die Musiker gewannen den von den Jazztagen initiierten und in diesem Jahr erstmal bundesweit ausgeschriebenen Nachwuchswettbewerb für junge Jazz-Musiker.

Jan Gabarek wird mit Trilok Gurtu im Forum spielen und die WDR- Big-Band hat Bill Evans und Dave Weckl als Gaststars bei ihrem Auftritt dabei. Die Gitarrennacht bestreiten Al Di Meola mit einem Akustik-Projekt, Lee Ritenour und der erst 18-jährige Virtuose Joe Robinson aus Australien. Zu den Besucher-Magneten wird wieder die Funk-Band Tower of Power gehören. Die aus Wipperfürth stammenden Julian und Roman Wasserfuhr stellen ihre mit Nils Landgren und Lars Danielsson eingespielte neue CD vor.

Zum Abschluss des Festivals werden nicht nur die Jazz-Liebhaber angesprochen. Der Liedermacher Clueso wird mit dem Bernewitz Trio sich dieser musikalischen Stilrichtung widmen, während der Sänger und Songwriter Christopher Cross („Sailing”) eindeutig für Pop steht.

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