27. AN-Sportlergala: 600 Gäste feiern die besten Athleten der Region

Von: Holger Richter und Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:
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Für den Fußball-Weltmeister von 1990, Olaf Thon (links), ist es „eine Ehre”, die Schirmherrschaft der Sportlerwahl der „Nachrichten” zu übernehmen. Schließlich findet sie zugunsten der Mexico-Hilfe der Egidius-Braun-Stiftung statt. Und dem Ruf des DFB-Ehrenpräsidenten folgt der 43-jährige Schalker gern. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Er ist Deutscher Pokalsieger, er ist Deutscher Meister, Uefa-Pokalsieger ist er auch und Weltmeister obendrein. Dennoch ist für Olaf Thon eines klar: „Wenn Egidius Braun ruft, dann komme ich gern.” Und so war es für den Fußball-Weltmeister von 1990 „eine Ehre”, die Schirmherrschaft der Sportlerwahl 2009 der „Nachrichten” zu übernehmen.

„Da stehen wir Nationalspieler in der Pflicht.” Und diese Pflicht erledigte der 43-Jährige am Montag vor 600 Gästen bei der feierlichen Gala in der Aachener Mercedes-Benz-Niederlassung mit Bravour.

Und mit guter Kondition - denn um die Sportler des Jahres Jessica Balogun, Yashar Jamali sowie die Judo-Kämpferinnen des Brander TV zu ehren, musste Thon fortwährend Treppenläufe absolvieren: von seinem Ehrenplatz in der ersten Reihe auf die Bühne und wieder zurück.

Reichlich Kondition beweist inzwischen aber auch die Sportlerwahl der „Nachrichten”. Denn sie fand nun bereits zum 27. Mal statt, „was den Stellenwert beweist, den der Sport bei den Nachrichten einnimmt”, wie der Moderator der Gala, Achim Kaiser, bei der Begrüßung sagte.

Zudem finde sie seit 1990 zugunsten der Mexico-Hilfe der Egidius-Braun-Stiftung statt. „231.000 Euro sind seitdem bereits zusammengekommen”, erklärte der Aachener Lokalchef der „Nachrichten” sehr zur Freude des Initiators der Mexico-Hilfe. Denn Egidius Braun, Ehrenpräsident des Deutschen Fußball-Bundes, war mit seiner Gattin Marianne und Enkelin Lisa natürlich Ehrengast der Sportlergala.

Weltmeisterin zu Gast

Und seinem Ruf war nicht nur Weltmeister Olaf Thon gefolgt, sondern auch eine Weltmeisterin. Denn mit der Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius war auch Deutschlands amtierende Sportlerin des Jahres nach Aachen gekommen, um den Sportlern des Jahres der Region zu gratulieren. Im Gespräch mit „Nachrichten”-Chefredakteur Bernd Mathieu ließ sie ihr Sportjahr 2009 und natürlich ihren „perfekten Wurf” zum Weltmeistertitel bei der Leichtathletik-WM in Berlin noch einmal Revue passieren.

Doch nicht nur Sportliches kam dabei zur Sprache, denn als Ehrengast des Kölner Rosenmontagszuges „war ich in diesem Jahr übrigens die erste, die die Kamelle bis in den fünften Stock geworfen hat”, erzählte die 37-Jährige, woraufhin Mathieu sie natürlich zum Kamellenweitwurf beim Aachener Rosenmontagszug 2011 einlud.

Nicht mit Kamellen, sondern mit ihren Körpern warfen und jonglierten die beiden Shownummern des Abends: die Tanzgruppe der KG Eulenspiegel, die im vergangenen Jahr Deutscher Meister im Showtanz geworden ist, und die Nummer „Sea World” des Circus Roncalli, vier muskelbepackte Ukrainer, die auf den Händen balancieren und sich gegenseitig durch die Luft schleudern.

Vor Freude in die Luft sprangen freilich auch die Sieger der Sportlerwahl. Und als sie wieder gelandet waren, machte Boxweltmeisterin Jessica Balogun Werbung für ihre nächste Titelverteidigung am kommenden Samstag in Langerwehe-Wenau, während der Ringer Yashar Jamali trotz des bevorstehenden Wechsels nach Neuss versprach: „Ich bleibe im Herzen ein Öcher.”

Traditionell den größten Jubel gibt es bei der Wahl zur Mannschaft des Jahres. Und die Aufsteigerinnen in die Judo-Bundesliga vom Brander TV machten da keine Ausnahme. Mit einem kräftigen „Wir setzen die Halle in Brand”, intonierten sie ihren Kampfruf, der schon so manchen Gegner verunsichert hat.

Den Gästen und Egidius Braun gefiels: „Das war eine tolle Veranstaltung, vor allem mit den vielen Mädels”, sagte der 85-Jährige nach den Siegerehrungen und vor der anschließenden Party. Wenn Egidius Braun ruft, fühlen sich eben nicht nur Nationalspieler in die Pflicht genommen.
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