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150 Verkehrsunfälle wegen Schnee und Eis

Von: ddp
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Düsseldorf/Aachen. Das anhaltende Winterwetter stellt die Autofahrer in Nordrhein-Westfalen auch weiterhin vor eine Geduldsprobe. In der Nacht zu Montag sorgte erneut starker Schneefall vor allem im Süden und Westen für erhebliche Verkehrsbehinderungen.

Das winterliche Wetter war auch in der Region Aachen die Ursache für eine erhöhte Anzahl von Verkehrsunfällen.

Von der Jahresstatistik abgeleitet liegt der Tagesdurchschnitt in der Städteregion bei rund 51 Verkehrsunfällen. Heute hingegen ereigneten sich bereits schon zwischen Null und 14 Uhr insgesamt 51 Verkehrsunfälle, davon 30 in Aachen, vier in Alsdorf, zwei in Baesweiler, fünf in Herzogenrath, einer in Würselen, fünf in Stolberg, einer in Monschau, einer in Roetgen und zwei in Simmerath.

Bis auf einen Leichtverletzten bei einem Verkehrsunfall in Alsdorf verliefen alle anderen Unfälle glimpflich.

Im Tagesverlauf dehnte sich das Niederschlagsgebiet über weitere Landesteile aus. Die Landesleitstelle der Polizei verzeichnete von Sonntagabend bis Montagmorgen rund 150 Unfälle, die vor auf die Witterung zurückzuführen sind. Dabei wurden mindestens ein Autofahrer getötet und zahlreiche andere zum Teil lebensgefährlich verletzt.

Es entstand ein Sachschaden von über 1,4 Millionen Euro. Zwischen Samstag- und Sonntagmorgen hatte die Polizei landesweit 2082 witterungsbedingte Verkehrsunfälle registriert. Nahe Ahaus-Alstätte (Kreis Borken) ist am Montag ein 36 Jahre alter Autofahrer bei einem Verkehrsunfall auf eisglatter Straße tödlich verletzt worden. Das Auto des Mannes kam auf gerader Strecke von der Fahrbahn ab und prallte mit der Beifahrerseite gegen einen Baum. Der aus den Niederlanden stammende Fahrer wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er kurze Zeit später starb.

Auf der A 40 bei Mülheim/Ruhr erlitt ein 20 Jahre alter Autofahrer bei einem Unfall lebensgefährliche Verletzungen. Auch die anderen drei Fahrzeuginsassen wurden zum Teil schwer verletzt. Der Brite hatte aus ungeklärter Ursache in einer Linkskurve die Gewalt über seinen Wagen verloren. Er schleuderte über den Seitenstreifen in die Böschung. Dabei hob der Wagen ab und prallte gegen eine Gruppe kleiner Bäume. Der Fahrer und die beiden 20-jährigen Mitfahrer auf der Rückbank wurden in dem Wrack eingeklemmt. Der Beifahrer konnte sich selbstständig befreien.

Zum Unfallzeitpunkt schneite es, die Fahrbahn war abgestreut und nass. Die Höchstgeschwindigkeit ist in dem Bereich auf 80 Stundenkilometer begrenzt. Bereits am Sonntag wurden ein 43 Jahre alter Mann und sein sechsjähriger Sohn bei einem Rodelunfall in Mettmann schwer verletzt. Beide hatten eine schneebedeckte, stark abschüssige Wiese zum gemeinsamen Rodeln genutzt. Dabei überfuhren sie zu schnell einen Buckel am Fuß des Hügels.

Ihr Schlitten kippte um, und beide zogen sich Brüche im Bein- und Beckenbereich zu. Der Vater wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert. Sein Sohn musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Unfallklinik nach Duisburg geflogen werden.

Während der Betrieb der Bahn und der Flughäfen in NRW weitgehend störungsfrei lief, meldeten Wuppertal und mehrere Städte teilweise erhebliche Beeinträchtigungen im öffentlichen Nahverkehr. Wegen Schnee und Glätte und den damit verbundenen Sicherheitsrisiken für Besucher blieb der Zoo Dortmund am Montag geschlossen. Ob er am Dienstag wieder öffnet, werde bei einer Begehung in den Morgenstunden entschieden, teilte der Zoo mit.

Einige Kommunen klagten zudem über Streusalzmangel. So ist am Montag dem Kreis Soest das Streusalz ausgegangen, wie die Verwaltung mitteilte. Kurzfristig sei kein Nachschub in Sicht. Inzwischen könnten nicht mal mehr die gefährlichen Steigungsstrecken gestreut werden.
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