Düsseldorf - 100.000 neue Studenten für NRW-Unis

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100.000 neue Studenten für NRW-Unis

Von: jn
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Studentenansturm: Wissenschaftsministerium präsentiert erstmals belastbare Zahlen zum bevorstehenden Hochschulausbau. Foto: dapd

Düsseldorf. Wegen des doppelten Abiturjahrgangs, dem Wegfall der Wehrpflicht und geburtenstarker Schulabschluss-Jahrgänge werden an den 68 Universitäten und Fachhochschulen des Landes in den kommenden fünf Jahren zusätzlich 100.000 Studienanfänger erwartet. „Das ist drei Mal die RWTH Aachen, die wir jetzt zusätzlich an Studienanfängern vorfinden werden”, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) am Freitag. Das Land werde reagieren und bis 2020 mehr als zehn Milliarden Euro in Ausbau und Sanierung der Hochschulbauten investieren.

In diesem Jahr haben sich an den NRW-Unis laut Schulze 92.000 neue Studenten eingeschrieben. Für 2013 wird aufgrund des doppelten Abiturjahrgangs landesweit eine Rekordmarke von 111.000 Studienanfängern prognostiziert. Die Zahl der Schulabgänger mit Studienberechtigung wird im gleichen Zeitraum sogar auf 179.000 geschätzt.

Doch derzeit gehen in NRW nach Angaben der Ministerin nur 30 Prozent der Studienberechtigten unmittelbar an eine Hochschule. Der Großteil mache aufgrund der verkürzten Schulzeiten zunächst einen längeren Auslandsaufenthalt, gehe jobben oder verpflichte sich für ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr.

Damit die Hochschulen für die erhöhte Zahl von 90.000 Studienanfängern gerüstet sind, stellt das Land bis 2015 insgesamt 1,8 Milliarden Euro bereit. Für die weiteren 9500 Studienanfänger, die durch die Aussetzung der Wehrpflicht an die Hochschulen kommen, fließen von Bund und Land zusätzlich 260 Millionen Euro an die Universitäten.

11.000 neue Studienplätze will die Landesregierung durch den Ausbau der bestehenden acht Fachhochschulen und die Gründung von vier neuen FHs schaffen. Zudem sollen landesweit 1000 zusätzliche Medizin-Studienplätze eingerichtet werden. Der Landeszuschuss für die Studentenwerke soll ab diesem Jahr auf 38 Millionen Euro erhöht werden.
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