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1. April: Behörden kaum zu Späßen aufgelegt

Von: ddp-nrw
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Düsseldorf. Ist es die allgemeine Krise oder nur das bevorstehende Osterfest? Beim Fabrizieren von Aprilscherzen haben sich Behörden und Institutionen in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr zurückgehalten.

Manche für die eher „bunten” Geschichten zuständigen Experten hätten sich bereits in die Osterferien verabschiedet und in den Amtsstuben ein „humoristisches Vakuum” zurückgelassen, hieß es in einigen Pressestellen auf Nachfrage.

Immerhin berichtete die Stadt Köln stolz, dass am 1. April eine Fußgängerampel in Betrieb gehen sollte, die statt des klassischen „Ampelmännchens” das FC-Maskottchen „Hennes” zeigen soll. In der Umgebung des Kölner Stadions soll es gar noch mehr Ampeln mit dem leuchtenden Geißbock geben, natürlich mit freundlicher, auch finanzieller Unterstützung des 1. FC Köln.

Stadtkämmerer Norbert Walter-Borjans will nun auch renommierten Kölner Unternehmen anbieten, ihr Logo auf Verkehrsampeln zu platzieren, behauptete das städtische Presseamt treuherzig. „Die Vielfalt der Branchen und Unternehmen des Wirtschaftsstandorts Köln auf den Ampeln sichtbar zu machen, ist für sich genommen schon eine großartige Idee. Wenn sich damit auch noch zusätzliche Einnahmen generieren lassen, dann haben wirklich alle etwas davon”, wird Walter-Borjans zitiert.

Im vergangenen Jahr hatte besonders die Abwrackprämie die Fantasie von Politikern und Pressesprechern angeregt. So warb ein SPD-Verkehrsexperte für eine Abwrackprämie auf Spielzeug-Autos. Mit einer Umweltprämie in Höhe von 25 Cent pro Matchbox-Auto sollte der Fahrzeugpark in deutschen Kinderzimmern ökologisch erneuert werden.

Der Bonner Infodienst „Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft” hatte eine Abwrackprämie auf Süßigkeiten gefordert. So sollten Grundschüler in Deutschland die Möglichkeit erhalten, zu Hause mitgebrachte Süßigkeiten in Obst oder Gemüse einzutauschen. Mit einem Störsender wollte die Polizei in Münster ab 1. April 2009 gezielt gegen Autofahrer vorgehen, die mobile Radarfallen bei privaten Radiosendern petzen.

Eine vermeintliche Sensation hatte am 1. April vergangenen Jahres auch das Zeitungsmuseum in Aachen gemeldet. Bei Ausschachtungsarbeiten im Hof des Museums sei eine gut erhaltene Zeitung aus der Zeit Karls des Großen (747-814) gefunden worden. Das Blatt sei Teil des täglichen Informationsdienstes im karolingischen Reich, fabulierten die Aachener Wissenschaftler. Dieses „Internetum” habe dem Informationsaustausch zwischen den Kaiserpfalzen gedient.
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