Zwangssterilisation für Katzen in Alsdorf abgelehnt

Von: -ks-
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Schau mir in die Augen, Kleiner! Faszinierend und unergründlich ist der Blick der Katze. Aber vielleicht ist es für den Menschen ganz gut, nicht zu wissen, was Katzen über Zwangskastration denken und wie sie sich wehren würden, wenn sie könnten, wie sie wollen. Foto: imago

Alsdorf. Dürfen Kater im Alsdorfer Stadtgebiet weiterhin ungehemmt ihrem Trieb nachgehen und für Nachwuchs sorgen? Und darf die samtpfotige Damenwelt ihrem Naturell entsprechend auch weiterhin ungehemmt entsprechend empfangsbereit sein?

Ja, Kater und Katze dürfen, sagten mehrheitlich die Mitglieder des Hauptausschusses. Sie folgten damit der Auffassung der Verwaltung, dass eine per Dekret angeordnete Zwangskastration von Freigängern und Freigängerinnen, „die sich in menschlicher Obhut befinden”, rechtswidrig wäre, wie Erster Beigeordneter Ralf Kahlen darlegte und sich dabei auf Aussagen des Städte- und Gemeindebundes bezog.

Ein gleich lautender Antrag war übrigens bereits im Jahr 2009 als „rechtlich nicht durchführbar erachtet” worden. Befürworter einer entsprechenden „Katzenschutzverordnung für freilaufende Katzen”, die der „Tierschutzverein für Aachen und Umland” beantragt hatte, ist Ratsmitglied Horst-Dieter Heidenreich (Grüne). Er sagte im Hauptausschuss, dass sich leider nicht wenige Halter nicht darum kümmern, „dass ihre ringsum Katzen schwängern”.

Besagter Tierschutzverein, der in dieser Sache auch die anderen Kommunen angeschrieben hat, argumentiert, dass sich „trotz erheblicher Kastrations- und Versorgungsbemühungen der Tierschutzvereine” die Zahl der ausgesetzten, herrenlosen und verwildert lebenden Katzen und die damit einhergehenden Probleme nicht reduziert hätten.

Im Gegenteil: Die Tierschützer sprechen von einer Verdopplung in den letzten Jahren. „Die betroffenen Tiere pflanzen sich unkontrolliert fort und müssen teilweise unter erbärmlichen und tierschutzwidrigen Umständen ihr Leben fristen”, heißt es weiter. Immer mehr solcher Tiere würden ins Tierheim gebracht. Aber die Kapazitäten reichten nicht aus, ganz zu schweigen von den erheblichen Kosten für ärztliche Versorgung und Unterbringung.

Dagegen verwies Erster Beigeordneter Kahlen auf die Diskussion in Aachen und die ablehnende Haltung der Verwaltung dort. In Aachen wird das Ansinnen des Tierschutzvereins Thema im so genannten Bürgerausschuss (Ausschuss für Beschwerden und Anregungen) sein.
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