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Zukunft des ehemaligen Automuseums weiter offen

Von: clg
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Würselen. Seit rund sieben Jahren steht das Gebäude des ehemaligen Automuseums an der Pricker Straße leer. Ein privater Investor hat nun beantragt, darin Büroräume einzurichten.

Zunächst sollen darin 14 Mitarbeiter tätig sein, künftig könnte die Zahl auf 20 bis 25 anwachsen. Da das Gebäude aber in einem festgesetzten Sondergebiet liegt, ist eine Nutzung zu Bürozwecken erst einmal nicht möglich.

Deshalb beantragte der private Investor eine entsprechende Änderung des Bebauungsplanes, die von der Würselener Stadtverwaltung befürwortet wird, „da eine weitere Nutzung als Museum ausgeschlossen erscheint”. Doch dabei hatte sie die Rechnung ohne den zuständigen Ausschuss für Stadtentwicklung gemacht. Er segnete diesen Vorschlag nicht ab.

CDU-Sprecher Balthasar Tirtey machte sein Ja zur Änderung des Bebauungsplanes davon abhängig, „dass auch die Öffentlichkeit von dem etwas hat, was in dem ehemaligen Museum entsteht”. Darüber hinaus könne man noch nicht überblicken, wie die endgültige Konzeption der künftigen Nutzung aussehen werde. SPD-Fraktionsvorsitzender Stefan Mix schloss sich an: „Der Eigentümer weiß, unter welchen Bedingungen er das Gebäude käuflich erworben hat. Seinerzeit wäre ein Bürokomplex an einer solch exponierten Lage niemals genehmigt worden.”

Ort für die Allgemeinheit

Wenn das Gebäude nicht genutzt werde, könne leicht eine Ruine entstehen, gab Theo Scherberich (UWG) zu bedenken. Andererseits fände er es schön, wenn es den Bürgerinnen und Bürgern zur Nutzung zur Verfügung gestellt werden könnte. Über eine andere Nutzung nachzudenken, regte FDP-Fraktionsvorsitzender Hans Carduck an, der sich zunächst für den Vorschlag der Verwaltung erwärmen konnte, wie auch Renate Knauf (Bündnis 90/Die Grünen). Sie sah in erster Linie die rund 20 neuen Arbeitsplätze.

„Dieser Ort ist der Allgemeinheit verpflichtet”, beharrte Mix auf seinem Standpunkt. Die Allgemeinheit dürfe nicht das Nachsehen haben. Dem privaten Eigentümer zu signalisieren, „welche Nutzung wir wollen”, gab Technischer Beigeordneter Ulrich Wigand für weitere Überlegungen mit auf den Weg. Es müsse kurzfristig eine Entscheidung getroffen werden, „damit nicht ein zweites Kaisersruh entsteht”, mahnte Willi Kistermann (CDU) an.

Eine Entscheidung traf der Ausschuss nicht. Die Verwaltung wird den Fraktionen zur weiteren Beratung die Bauvoranfrage des privaten Investors zur Verfügung stellen.
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