Alsdorf - Zeugnisse vom Wandel der Bergbaustadt Alsdorf

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Zeugnisse vom Wandel der Bergbaustadt Alsdorf

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:
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Bis 11. April, täglich von 11 bis 17 Uhr, kann die Ausstellung bei „ABBBA“ in der Luisenpassage an der Otto-Wels-Straße 2b besucht werden: Alfred Reimund wird täglich vor Ort sein und die Ausstellung begleiten. Gerne gibt er einen Einblick in sein umfangreiches Archiv und freut sich über jeden Besuch. Infos gibt es im Stadtteilbüro unter Telefon 02404/59959-0. Foto: Nina Krüsmann

Alsdorf. Sein Interesse für die Heimatgeschichte hat Alfred Reimund vor zwölf Jahren entdeckt. Die Historie von Alsdorf, das Sammeln von allem, was damit zu tun hat, ließ den Zopper nicht mehr los. Rund 50.000 Seiten mit Informationen hat er bislang ordentlich abgeheftet.

Über 600 Fotografien, Postkarten und andere Erinnerungen aus der Alsdorfer Geschichte von 1890 bis heute zeigt Reimund derzeit im Bürgercafé „ABBBA-Treff“ in der Luisenpassage. „Natürlich sind auch viele Bilder aus Zopp zu sehen, und die Bergmannszeit ist auch dabei“, erzählt Reimund.

Sechste Ausstellung

Bisher präsentierte er seine Sammlerstücke unter anderem auf den Siedlerfesten in Zopp. Es ist bereits seine sechste Ausstellung. Darüber freute sich auch Bürgermeister Alfred Sonders: „Welche Stadt würde sich nicht glücklich schätzen, solche einen Bürger zu wissen, der als lebendiges Gedächtnis der Stadt fungiert?“

Reimund erzählt: „Erst habe ich mich für ganz Deutschland interessiert, wollte Näheres über unser Land und die vielen schönen Landschaften erfahren. Man kennt ja gar nicht alles. Dann habe ich mich immer mehr auf Alsdorf konzentriert.“ Der 63-Jährige ist zwar gebürtiger Würselener, lebt aber seit 40 Jahren in Zopp – und fühlt sich damit als echter Alsdorfer. Auf dem 100 Quadratmeter großen heimischen Dachboden sammelt er von Fotos über Zeitungsausschnitte und Postkarten bis hin zu Nähmaschinen und Bergmanns-„Devotionalien“ alles, was die Historie der Stadt so hergibt. Alles hat er auch elektronisch erfasst. Per Schlagwortsuche sind seine „Schätze“ jederzeit sofort greifbar. „Ich habe alles auch im Computer: Denkmäler, Kirchen usw.“, lacht Reimund. Interessant ist es, anhand seiner Bilder nachzuvollziehen, wie sich das Stadtbild von Alsdorf in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. Reimunds Ausstellung weckt Erinnerungen an damals, und so war es richtig voll bei der Vernissage im Bürgercafé. Zu Gast war auch der Alsdorfer Mundartdichter Toni André, der die Ausstellungs-Eröffnung mit einigen Beiträgen bereicherte.

Reimund hat derweil schon neue Pläne: Eine Ausstellung speziell zum Bergbau möchte er beim nächsten Siedlerfest präsentieren – und gerne auch im Herbst im ABBBA-Treff.

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