Zerstörungswut im Pferdelandpark

Von: rüt
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Beklagen die Zerstörungswut: Bürgermeister (vorne) Christoph von den Driesch sowie (v.l.) Martin und Meino Heyen begutachten den Schaden. Foto: Ilona Rütten-Sieben

Herzogenrath/Aachen. Die Sitzgelegenheiten sind mit Schriftzügen beschmiert. Zwei Infotafeln aus Plexiglas sind erst vor kurzem beschädigt oder sogar gestohlen worden - da waren sie gerade mal zwei Wochen alt.

Vor knapp einem Jahr wurde die 360-Grad-Panorama-Terrasse über dem Amstelbach eröffnet. Eigentlich sollte der landschaftsarchitektonisch und künstlerisch einladend gestaltete Aussichtspunkt im Rahmen des Euregionale-2008-Projekts „Pferdelandpark” Wanderer oder Besucher zu einer Rast einladen.

Allerdings ist diese Station seit ihrer Errichtung von manchen Zeitgenossen eher wenig gewürdigt worden, bereits mehrfach dem Vandalismus zum Opfer gefallen. Die bisherigen Schäden schlagen mittlerweile mit 17.000 Euro zu Buche. Eine traurige Bilanz für die Stadt.

Im Mai sorgte die Zerstörung von 21 frisch gepflanzten Birken-Bäumchen am „Weißen Weg” für Empörung. Und gerade die Birken mit ihrer weißen Rinde sind nunmal repräsentativ für den Weg. „Sie wurden einfach abgeholzt, um irgendwo in einem Kamin zu enden”, ärgert sich Bürgermeister Christoph von den Driesch massiv.

Ein paar der jungen Stämmchen wurden sogar einfach abgetrennt liegengelassen, das war also reine Zerstörungswut. So ist auch das Mai-Brauchtum sicher keine Entschuldigung für die Vorfälle. Denn die Stadt bietet jedes Jahr kostenlos Maibäume zur Abholung am Bauhof an.

Die Liste der Schäden ist noch länger: Neben Graffiti auf den Sitzblöcken gibt es Beschädigungen der Geländer und Rückenlehnen, ein Kilometerstein ist kaputt, auch der Birke in der Mitte der Plattform wurde beschädigt, ihre Rinde abgeschält, Feuer am Stammfuß gelegt. Außerdem wurden Stacheldraht durchtrennt sowie die Anlage und die angrenzenden Weiden mit Müll verschandelt.

Brennpunkt entschärfen

Das hat jetzt Konsequenzen: Zum einen werden ab sofort Anwohner regelmäßig nach dem Rechten sehen. Auch die Stadt plant zusätzliche, regelmäßige Kontrollen, um diesen Brennpunkt zu entschärfen. Zum anderen haben sich Sponsoren bereiterklärt, die Finanzierung neuer Birkenbäumchen zu übernehmen. Zu den Sponsoren zählen auch Meino Heyen und seinem Sohn Martin, die das Amstelbachtal sehr schätzen gelernt haben.

Schon im Herbst werden neue Birken gepflanzt, verrät Marian Zempel, städtischer Projektkoordinator „Pferdelandpark”. Auch er begrüßt es, dass Anwohner verstärkt die Neuanplanzungen im Auge behalten wollen. Hinweise auf Beschädigungen und Täter nimmt er unter 02406/83-327 entgegen.
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