Würselen - Zaun zerschnitten, Teich zerstört: Gnadenhof setzt Belohnung aus

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Zaun zerschnitten, Teich zerstört: Gnadenhof setzt Belohnung aus

Von: Conny Stenzel-Zenner
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Entschlossen: Peter Küppers (l.), Leiter der Arche, und Gärtner Siggi Schüttler stellen den Aufruf am zerstörten Teich auf. Foto: ny

Würselen. „Die Arche”, der Gnadenhof für Tiere, kommt nicht zur Ruhe. „Seit Jahren wird randaliert. Jetzt setze ich selbst eine Belohnung von 1000 Euro aus.” Peter Küppers, Leiter des Gnadenhofs, beklagt, dass ihm die Polizei bisher keine Hoffnung auf Aufklärung machen konnte.

Schon im Sommer 2006 hatte der Vandalismus am Hüpchensweid 11 begonnen. Damals war der Eckpfeiler eines Zauns in der Nacht umgefahren worden, Schafe hätten weglaufen können. „Aber die Tiere sind doch glücklich, dass sie bei uns ein Zuhause gefunden haben”, sagt Küppers.

2009 wurde der ganze Zaun mit einem Seitenschneider zerstört, im gleichen Jahr wurde ein Schaf vergiftet. „Wer macht so etwas?”

Schließlich der Sommer 2010: Ein Zaunpfahl wurde immer wieder aus dem Boden gerissen und in die ehemalige Bahntrasse neben dem Gelände des Gnadenhofs geworfen. „Jeden Morgen haben wir den Pfahl gesucht und wieder eingegraben.” Nach Wochen endlich stand der neue Zaun, weil Peter Küpper und sein Mitarbeiter den längeren Atem hatten.

Dann kam der 5. Dezember: „An einem Sonntagvormittag wurde auf der Arche randaliert”, erinnert sich Peter Küppers. Dabei wurde ein ganzer Zaun zerstört, schwere Steine auf das Eis eines gerade neu angelegten Teiches geworfen, und die Teichfolie wurde zerschnitten.

Ein großer Terrakotta-Topf wurde zertrümmert, und ein 200-Liter-Fass umgeworfen. Küppers hatte alles repariert - und dann das: „Mitte Februar ist die Teichfolie mit Stäben durchlöchert worden. 20000 Liter Wasser sind ausgelaufen. Wir können die Folie erst wieder reparieren, wenn es wärmer wird”, sagt der Ehrenvorsitzende des Tierschutzvereins.

Im Winter leben rund 100 Tiere in der Arche. Pferde, Schafe, Ziegen, Hühner, Katzen und Enten. „Im Sommer sind es rund 300 Tiere, denn dann können wir viel mehr Enten und Gänse halten, die sich auf unseren Wiesen wohlfühlen”, sagt der Würselener. „Wenn ich Anzeige erstatte, wird das Verfahren schon nach wenigen Tagen eingestellt.”

Jetzt hat Peter Küppers selbst 1000 Euro Belohnung für Hinweise ausgesetzt. „Das ist es mir wert.” Jüngst hat er fünf neue Ziegen aufgenommen. Sie stammen aus Schleswig-Holstein: „Wir sind Teil eines bundesweiten Netzwerks. Die Ziegen sollten, als ihr Besitzer in Insolvenz gegangen ist, geschlachtet werden. Wir konnten fünf Tiere aufnehmen. Eine Frau hat sie ehrenamtlich aus Schleswig-Holstein bis nach Euchen gebracht”, erzählt Küppers, der hofft, „dass die Tiere in der Arche endlich zur Ruhe kommen, wenn der Unruhestifter gefunden ist.”
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