Würselener Weinfest: Edle Tropfen munden bestens

Von: Elisa Zander
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Auf einen schönen Abend: Fran
Auf einen schönen Abend: Frank und Hildegard Günther (vorne) sowie Winfried und Astrid Juchem kennen viele Weinfeste in der Region. Nach Würselen kommen sie immer besonders gerne.

Würselen. Noch ist es ruhig auf dem Morlaixplatz. Die ersten Wein-Liebhaber finden sich ein, suchen sich Plätze. Es sind vor allem Stammgäste, jene, die jedes Jahr kommen. Etwa Frank und Hildegard Günther oder Astrid und Winfried Juchem.

„Wir besuchen fast alle Weinfeste in der Region”, erzählt Frank Günther. Oft seien sie auch gemeinsam zu Weinanbaugebieten unterwegs. Sie sind schon viel herumgekommen, aber nach Würselen kommen sie immer wieder besonders gerne. „Der Schirm ist allein schon etwas Besonderes”, findet Hildegard Günther und deutet auf den zeltartigen Schutz, der sich in seinem gestreiften Kleid im Wind bewegt.

Das Rahmenprogramm gefällt dem Quartett, „aber die Musik ist oft zu laut”, bemängelt Astrid Juchem. Darum kommen die Freunde aus Würselen und Baesweiler immer freitags, „da ist das nicht so extrem, und man kann sich noch gut unterhalten”.

So wie das Publikum Besonderheiten an dem Weinfest findet, finden auch die Winzer Eigenheiten. „Es ist ein sehr interessantes Publikum”, charakterisiert Hans-Friedrich Kitzer seinerseits die Gäste. Der Winzer aus Badenheim in Rheinhessen hat festgestellt, dass die Würselener besonders gern liebliche Weine oder trockene Rebensäfte in die Burgunderrichtung genießen.

„Man merkt, dass hier Geschäftsleute und Stadtverwaltung hinter der Veranstaltung stehen”, sagt Hans-Friedrich Kitzer. Sechs Weinfeste im Jahr besucht er, und Würselen ist „eines der Feste, wo nichts Fremdorganisiertes dabei ist”. Diese Nachhaltigkeit ist es, die auch die Besucher schätzen, besonders beim Rahmenprogramm.

Insgesamt zum siebten Mal, zum vierten Mal unter der Regie der Arbeitsgemeinschaft Handel, Handwerk, Gewerbe und Industrie Würselen (ARGE) stand auf und um den Morlaixplatz alles unter dem Oberthema der Rebsorten. Tausende Besucher, so schätzt ARGE-Vorsitzender Manfred Wirtz, kommen an den drei Tagen. Wegen des verkaufsoffenen Sonntags, und weil es auf der Bühne einiges zu sehen und zu hören gibt.

Der beliebte Tenor Mario Taghadossi führt durchs Programm, es gibt eine Latino- und eine Wild-West-Show und schließlich den Talentwettbewerb. Letzterer geht mittlerweile mehr in Richtung Unterhaltung. „Die Leute lieben das”, spricht Manfred Wirtz aus Erfahrung. Die Gewinnerin des vergangenen Jahres, Nadine Nötzel, hat in diesem Jahr bereits ihren eigenen Auftritt auf der Bühne vor dem Rathaus.

Die gesamte Veranstaltung sei nur durch die Unterstützung der Händler, Winzer und Sponsoren möglich, betont Manfred Wirtz. „Das ist auch ein Dank vom Handel an die Gäste.” Und die kommen immer wieder gern. Denn für jeden Geschmack findet sich etwas, und die familiäre Atmosphäre gefällt. Selbst unter den angereisten Winzern sind mit den Jahren richtige Freundschaften entstanden.

Und als es dann zum Schluss auf der Bühne melodiös heißt „Time to say goodbye”, freuen sich alle schon auf das nächste Jahr.
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