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Würselener Bücherbörse übersteigt alle Erwartungen

Von: Christoph Hahn
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Ubervolle Wühltische: Das Angebot der Bücherbörse im Alten Rathaus Würselen kannte kaum Grenzen. Foto: Christoph Hahn

Würselen. Leute, die gerne lesen, die wertvolle Erstausgaben oder Bände mit Widmung und Namenszug der Autoren sammeln - sie alle kannten am Samstag nur ein Ziel: das Alte Rathaus an der Kaiserstraße.

Hier hatte Zeitungsredakteur Wilhelm Peters zur siebten Bücherbörse geladen. Dabei ging es nicht nur darum, den Liebhabern des gedruckten Wortes ein möglichst umfassendes Angebot zu bieten. Denn der Erlös der Börse kommt „Menschen helfen Menschen”, der Hilfsaktion unserer Zeitung, zu Gute. Wer wollte, konnte Stunden im Alten Rathaus verbringen. Zum zweiten Mal waren auch der Saal des Kulturzentrums und erstmals die Räume dahinter einbezogen worden - ein Entschluss, der sich auch in diesem Mal vollauf auszahlte.

Denn die Präsentation rund um die Bühne, deren Bereich zum „Kunst-Raum” erklärt worden war, trug besonderen Wünschen Rechnung. So stellte sich die am vergangenen Wochenende erst gekürte Baesweiler Wappenträgerin Sabine Mathieu in Würselen mit wertvollen Bildbänden in den Dienst der guten Sachen. Mit dabei war natürlich auch Hans Wittl: Mit signierten Drucken seiner Motive rund um die Düvelstadt und ihres Umlandes, um deren Absatz sich der gebürtige Bayer nie wirklich sorgen muss, stand der Architekt und Künstler im Mittelpunkt. Wittls Werke zeugen übrigens nicht nur von der Schönheit der Region - auch sie helfen „Menschen helfen Menschen”.

Wer auf einen gezielten „Fang” aus war, kam schon am zeitigen Vormittag, an dem Organisator Wilhelm Peters einen regelrechten „Run” beobachtet hatte.

Aber auch noch zwei, drei Stunden vor der Schließung war die Bücherbörse alles andere als arm an attraktiven Werken. Karl Kraus´ Werke in einer Erstausgabe, Helmut Kohls Memoiren, ein Bildband über die Berliner Olympiade von 1936, Frank Schätzings Thriller „Der Schwarm” und etliche andere Fundstücke mehr: Es gab viele Anlässe, die große Zahl der Stöbertische Buch für Buch zu durchforsten. So mancher geriet fast in einen Kaufrausch, um dann nahezu beseelt mit gut gefüllten Bananenkisten und Rollkoffern wieder von dannen zu ziehen.

So nahm es denn auch kaum Wunder, dass sich die Aussteller gegen Ende der Veranstaltung mehr als zufrieden äußerten. Politikredakteur Joachim Zinsen, der seit dem ersten Mal mit von der Partie ist, äußerte gar: „Das war qua Zulauf und Verkauf die beste Bücherbörse überhaupt.” Besonders gut gingen Aachen-Literatur und andere Bände mit regionalen Themen - und das bei Preisen, die zwischen einem und 50 Euro lagen. Buchhändlerin Martina Schillings zog eine ähnlich positive Bilanz. Sie hatte Mann und Kinder dazu vergattert, den heimischen Bestand zu durchforsten - ein breites Spektrum an Titeln, das auch Jugendliteratur mit einschloss, war die Folge.

„Tolle Unterstützung”

Epizentrum des Geschehens aber war der Stand, den Wilhelm Peters zusammen mit seiner Frau Irmy sowie den Töchtern Sarah und Claudia betreute. Peters hatte gleich mehrere Gründe zur Zufriedenheit: Das war zum einen das Interesse, das die Sonderdrucke der eigens für Würselen aufgelegten Broschüre „Aachen 1946” mit Schwarz-Weiß-Fotos aus der kriegszerstörten Kaiserstadt fanden. Der Erlös geht natürlich an „Menschen helfen Menschen”. Ein weiterer Grund für die Zufriedenheit des Machers waren die vielen gespendete Bücher „von Privatleuten zu sehr akzeptablen Preisen” und die „tolle Unterstützung durch Kollegen, Verlagsleitung und Chefredaktion”.

Ausdrücklich dankte Peters auch Sigrid Kerinnis für ihren „tollen Einsatz”. Dieses Lob galt im Übrigen nicht nur der Leiterin des Kulturzentrums, sondern auch Hausmeister Michael Krumm, der am Vortag des Ereignisses bis 23.30 Uhr in der Nacht beim Aufbau mithalf. Wenn es darum geht, für „Menschen helfen Menschen” aktiv zu werden, mag in der Düvelstadt halt offenbar keiner zurückstehen.
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