Würselener Appell findet Zustimmung

Von: ehg
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Würselen. Eine Kundgebung der Würselener Friedensinitiative gegen die Mandatsverlängerung der Bundeswehr in Afghanistan hat zwar vor gut 40 Teilnehmern nicht die Resonanz in der Bevölkerung gefunden, die sich der Sprecher Dr. Ansgar Klein erhofft hatte. Dennoch: „Alle haben den Würselener Appell an die Bundestagsabgeordneten, gegen die Mandatsverlängerung zu stimmen, unterschrieben.”

Per Mail hatten laut Klein weitaus mehr Kriegsgegner dem Appell zugestimmt, „so dass die Würselener Friedensinitiative rechtzeitig vor der Abstimmung im Bundestag den Appell mit 114 Unterstützern an all 662 Bundestagsabgeordneten senden konnte”. Aus aktuellem Anlass unterstreicht der Sprecher der Würselener Initiative die Notwendigkeit, sich verstärkt gegen die militärische Eskalation in Afghanistan einzusetzen.

Denn: „US-Präsident Barack Obama, der diesjährige Friedensnobelpreisträger, hat mit seiner Ankündigung, weitere 30.000 Soldaten zur Bekämpfung von Al Qaida und der Taliban nach Afghanistan zu senden, die Hoffnung vieler zutiefst enttäuscht!” Der tiefere Sinn dieser Strategie sei nicht zu erkennen, zumal Al Qaida-Kämpfer sich in der Mehrheit aus Afghanistan in andere Länder abgesetzt hätten. Und bei den Taliban gebe es neben radikalen auch gemäßigte und verhandlungsbereite Kräfte.

Otmar Steinbicker, langjähriger Vorsitzender des Aachener Friedenspreises, sagte, dass es seit dem Frühjahr Sondierungsgespräche der Nationalen Friedensjirga Afghanistans mit Taliban-Kommandeuren im Raum Kundus gegeben habe, die ihre Bereitschaft zu einem Waffenstillstand bekundet hätten. Ausgerechnet Mullah Qari Baschir, einer der Verhandlungsführer der Taliban, sei im November bei der fünf Tage andauernden US-Bombardierung im Raum Kundus getötet worden. Wenn jetzt die USA ihre Jagd auf die Taliban verschärften, bringe das noch mehr Tod und Zerstörung in das nach 30 Kriegsjahren verarmte Land.

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