Würselen - Würselen-Morlaix: Eine starke und haltbare Bindung

Würselen-Morlaix: Eine starke und haltbare Bindung

Von: Elisa Zander
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Eintrag ins Goldene Buch: Mart
Eintrag ins Goldene Buch: Martine Gireault, Vize-Bürgermeisterin St. Martin des Champs (v.l. sitzend), Bürgermeister Arno Nelles und Anne-Marie Quéméner, Stadträtin Morlaix, Christian Merret, Vorsitzender des Partnerschaftskomitees in Morlaix (l.), Ellen Thielen-Vafaie, Vorsitzende der Deutsch-Französischen Gesellschaft (2.v.l.), Europaabgeordneter Martin Schulz (r.). Foto: Elisa Zander

Würselen. „Vive le jumelage” - „Es lebe die Partnerschaft”. Das ist die Essenz eines Besuchs französischer Freunde aus Morlaix in Würselen. Vier Tage waren sie in der Region, um zu feiern: 35 Jahre Städtepartnerschaft Würselen-Morlaix.

Stadtrundfahrten im benachbarten Aachen, Kornelimünster und eine Besichtigung der Neustraße waren Programmpunkte; „wir wollten unserem Besuch möglichst viel zeigen, damit alle Lust haben, wieder zu kommen”, erzählt Ellen Thielen-Vafaie, Vorsitzende der Deutsch-Französischen Gesellschaft (DFG). Höhepunkt des Besuchs war aber der Festakt im Alten Rathaus an der Kaiserstraße.

„Es ist kein übliches Jubiläum”, stellte Bürgermeister Arno Nelles gleich zu Beginn fest, sei die 35 doch eigentlich kein Jubiläum, das häufig gefeiert würde. Doch selbst bei Hochzeiten gäbe es für das 35-jährige Bestehen einen Ausdruck: Leinenhochzeit, ein Begriff, der an diesem Vormittag noch häufig gebraucht wurde.

Wie das Leinen sei die Städtepartnerschaft eine starke, belast- und haltbare Bindung, bei der Zwischenmenschliche im Mittelpunkt stehe, so Nelles weiter. „Das, was Politiker auf politischer Ebene als Rahmenbedingung geschaffen haben, haben die Städtepartnerschaften auf menschlicher Ebene möglich gemacht. Hier ist Europa erlebbar geworden und dafür bin ich sehr dankbar.”

Dem konnte sich Martin Schulz, MdEP und Vorsitzender der Sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament, nur anschließen und führte den Gedanken noch weiter: „Dass Dinge wie Frieden in Europa gesichert sind, haben wir Städtepartnerschaften zu verdanken, denn die würden im Zweifel dafür sorgen, dass Politiker mit einem Einmarsch in benachbarte Gefilde keine Chance hätten.”

Gegenseitiger Besuch

Der Wunsch, den Austausch untereinander zu stärken ist bei allen beständig. Schulen, Vereine, Interessentengruppen besuchen sich gegenseitig. „Es sind schon viele private Freundschaften entstanden”, erzählte Ellen Thielen-Vafaie glücklich. Darauf, dass es mehr werden und die Städtepartnerschaft stetig bestehen bleibt, darauf stieß sie mit ihrem französischen Kollegen Christin Merret, Vorsitzender des Partnerschaftskomitees in Morlaix, an.

Dass die Veranstaltung ein gelungener und durchaus lustiger Festakt wurde, dazu haben einerseits die musikalischen Beiträge des Mandolinenvereins Edelweiß Würselen und das Vokalensemble „A Capello” Morlaix beigetragen. Andererseits hatte Wolfhard Berthel einige Lacher auf seiner Seite, während er nahezu konstant die Reden und Grußworte übersetzte. Etwas Unterstützung bekam er dabei von Madita Eissler, die ein Jahr lang in Morlaix gewesen war. „Es ist nur eins von vielen positiven Beispielen, wie die Generationen von der Städtepartnerschaft profitieren”, betonte Martin Schulz, der die junge Würselerin insbesondere als Europäerin sieht.

Es war ein Festakt voller Freude und Freundschaft, man schätzte sich, es wurde deutlich, dass jeder für sich sein Möglichstes tut, um die Partnerschaft voran zu bringen. Dass dies insbesondere durch persönliche Gespräche möglich wird, wissen die Beteiligten ebenfalls und so freuten sich alle auf das gemeinsame Grillfest am Abend, welches zeitgleich auch der Abschiedsabend war. Bereits Ende des Monats fährt eine Gruppe nach Morlaix, um dort das Jubiläum zu zelebrieren. Vive la jumelage!
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