Würselen - Würselen: „Feuerwehr ist Inbegriff für schnelle Hilfe”

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Würselen: „Feuerwehr ist Inbegriff für schnelle Hilfe”

Von: ehg
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Leiter der Feuerwehr Josef Her
Leiter der Feuerwehr Josef Hermanns (2.v.l.) überreicht die Ernennungsurkunde zum Feuerwehrarzt an Unterbrandmeister Sven Dreesbach: Zu den Gratulanten gehört der Fachgebietsleiter Feuerwehr/Rettungsdienst Willi Vondenhoff (2.v.r.) sowie Kreisbrandmeister Bernd Hollands (r.).

Würselen. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt, die derzeit über 200 aktive Mitglieder zählt, fuhr in 2010 nicht weniger als 531 Einsätze, 71 mehr als im Vorjahr. Dabei entfielen 323 auf den Bereich der technischen Hilfeleistung, wobei sie allein 100-mal bei Wasser- und Sturmschäden ausrücken musste.

Dank des schnellen Eingreifens der Wehr konnten im Berichtsjahr 22 Personen aus Gefahrenbereichen gerettet werden. Leider waren aber bei schweren Verkehrsunfällen bereits beim Eintreffen der Rettungskräfte fünf Tote zu beklagen. Addiert man die Dienststunden der ehrenamtlichen Kräfte, ergibt dies eine Zahl von 21.557. Das geht aus dem Bericht hervor, den Stadtbrandmeister Josef Hermanns auf der Hauptversammlung im Rathaus-Sitzungssaal vorlegte.

„Die Feuerwehr ist der Inbegriff für schnelle Hilfe”, bedankte sich Vize-Bürgermeister Harald Gerling bei den ehrenamtlichen Wehrleuten für die Einsatzbereitschaft, die sie im Laufe des Jahres 2010 wieder gezeigt hätten. Als Beispiel aus jüngster Vergangenheit nannte er den Gefahrgut-Einsatz im Gewerbepark Aachener Kreuz, wo die Würselener Wehr mit 50 Aktiven zur Stelle war.

Neben dem Vize-Bürgermeister begrüßte der Stadtbrandmeister zur Hauptversammlung auch den Ersten Beigeordneten der Stadt, Werner Birmanns, Fachbereichsleiter Herbert Schäfer, Sachbearbeiter Willi Vondenhoff, Kreisbrandmeister Bernd Hollands (Herzogenrath) sowie die ehemaligen Stadtbrandmeister Alfred Hammers und Horst Gärtner. Beigeordneter Birmanns konfrontierte die Wehrleute mit vorherrschenden strukturellen Problemen, die zur weiteren Steigerung der Schlagkraft in absehbarer Zeit gelöst werden müssen.

Im Rettungsdienst standen bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt im letzten Jahre 822 Krankentransporte und 2824 Notfalltransporte zu Buche. Durch eine fundierte rettungsdienstliche Ausbildung zum Rettungssanitäter beziehungsweise Rettungsassistenten können die Kräfte der hauptamtlichen Wache bei Engpässen im Rettungsdienst als „First Responder” mit einem entsprechend ausgerüsteten Löschfahrzeug eingesetzt werden.

Sie leisten lebensrettende Sofortmaßnahmen bis zum Eintreffen des nächsten verfügbaren Rettungsmittels. Die „Brandschutzerzieher” unterrichteten im letzten Jahr 38-mal in Schulen und Kindergärten. Außerdem wurde den Erziehern und Lehrkräften Arbeitsmaterial zur Vor- und Nachbereitung überlassen. Viele Kindergärten und Schulen, aber auch andere Einrichtungen besuchten die Feuerwache und Gerätehäuser.

In 15 Veranstaltungen wurden Mitarbeiter verschiedener Einrichtungen und Betriebe im Umgang mit Brandmeldeanlagen unterrichtet. Unter dem Vorsitz von Ludwig Scherz entwickelte die Ehrenabteilung vielfältige Aktivitäten zur Pflege der Gemeinschaft nach dem Ausscheiden aus der aktiven Wehr.

Besondere Ereignisse und Einsätze des Jahres 2010 wurden durch eine von Ehrenoberbrandmeister Klaus Wertz zusammengestellte und vom stellvertretenden Stadtbrandmeister Ralf Jüsgens kommentierten Power-Point-Präsentation in Erinnerung gerufen. So forderte das Sturmtief „Xynthia” die gesamte Wehr, die mit 80 Kräften über sieben Stunden an diesem Einsatz-Sonntag insgesamt 65 Gefahrenstellen abarbeitete.

Als das Unwetter „Nyria” das Würselener Stadtgebiet streifte, waren 36 Wehrleute über drei Stunden lang im Einsatz. Jede Hilfe kam zu spät, als ein Pkw-Fahrer auf der A 44 mit seinem Fahrzeug gegen ein Brückenfundament geprallt war. Bei einem Wohnungsbrand an der Oppener Straße konnten drei junge Leute über Steckleitern von einem Vordach gerettet werden. Schwer verletzt wurde hingegen eine 83-jährige Seniorin bei einem Wohnungsbrand in der Endstraße.

Tanklöschfahrzeuge mit Allradantrieb bewährten sich bei einem Flächenbrand, der sich auf einem abgeernteten Feld rasend schnell ausgebreitet hatte. Nicht unerwähnt blieb die Verleihung des Ehrentellers der Stadt an den Leiter der Ehrenabteilung Ludwig Scherz und der Umzug des Löschzuges Bardenberg Ende des Jahres in die neue Unterkunft an der Niederbardenberger Straße.
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