Würselen: Dankende Worte zum Abschied des Beigeordneten Weigand

Von: clg
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Ein Apfelbaum für den Grünen: Renate Knauf, Sprecherin der Würselener Bündnisgrünen, dankte „ihrem” Beigeordneten, Ulrich Wigand.

Würselen. „Sie haben als Technischer Beigeordneter der Stadt auf der einen und als Kommunalpolitiker auf der anderen Seite Stein auf Stein gesetzt und die Entwicklung Würselens vorangetrieben.” Dieses Lob zollte Bürgermeister Werner Breuer dem scheidenden Wahlbeamten Ulrich Wigand.

Bei Abschied vom Rathaus traten zahlreiche Weggefährten ans Rednerpult. Breuer: „Ihm ist es vergönnt gewesen, in seiner achtjährigen Dienstzeit an zahlreiche richtungsweisende Projekten Hand anzulegen.”

Dabei habe der Technische Beigeordnete nicht nur seinen Dienst getan. „Sie haben sich für unsere Stadt über alle Maßen eingesetzt.” Breuer, der in Sachthemen mit Wigand nicht immer einer Meinung war, ließ keinen Zweifel daran: „Es geht ein Mann, der Spuren hinterlässt. Dieses Spuren werden noch lange Zeugnis von seiner Arbeit hier im Rathaus ablegen.”

Beispielhaft

Er versicherte dem scheidenden Technischen Beigeordneten, das Geld der Stadt „nicht mit der Schubkarre aus dem Rathaus heraus gefahren” zu haben. „Sie haben beispielhaft Fördergelder nach Würselen geholt.”

Zwar habe er dabei „nicht immer die Folgekosten im Auge gehabt”, wohl aber die für die Zukunft der Stadt wichtigen Maßnahmen. „Sie werden nicht nur mir, sondern allen Bürgern, die ihre Arbeit von sachlicher und nicht von der parteipolitischer Seite betrachten, noch lange positiv in Erinnerung bleiben.”

Auf ein Wiedersehen

Breuer freue sich bereits auf ein Wiedersehen beim Spatenstich zur Kreisstraße 34, der Osttangente, am 3. April, „die Sie bis kurz vor Realisierung maßgeblich betreut und vorangetrieben haben”.

Das Wort ergriff auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Stefan Mix. „Es war nicht immer ganz einfach mit uns und mit Ihnen”, sagte er, dankte Wigand jedoch für die während seiner achtjährigen Amtszeit geleistete Arbeit und wünschte ihm Glück und Erfolg für die Zukunft.

„Sie können jederzeit erhobenen Hauptes durch die Stadt gehen”, bescheinigte der CDU-Vize-Fraktionsvorsitzende Hans Burchatzki dem Technischen Beigeordneten.

Dieser habe die Diskussionen um seine Person „stets mit großer Gelassenheit” ertragen. Offen und fair sei die Zusammenarbeit gewesen, sagte UWG-Fraktionsvorsitzender Walter Quadflieg.

Im Namen der Grünen-Fraktion verabschiedete die frisch gewählte Sprecherin der Fraktion, Renate Knauf, einen Mann, „der das Gesicht unserer Stadt in einer so kurzen Zeit so umfassend zum Positiven verändert hat wie kein anderer vor ihm in diesem Amt”.

Sie nannte eine Reihe von Beispielen, die verdeutlichten, warum es die Grünen bedauern, „dass ein solch fähiger und engagierter Arbeiter für unsere Stadt nun geht”. Da Wigand viele Millionen an Fördergeldern „mit der Schubkarre nach Würselen hineingekarrt” habe, machte „seine” Fraktion ihm symbolisch eine Schubkarre mit Apfelbaum der Sorte „Geheimrat Oldenburg” zum Geschenk. Die sei „besonders resistent gegen jegliche Giftattacken aus dem Nachbargarten”, so Knauf. Damit er sich bei diesem Anblick an eine erfolgreiche Zeit in Würselen erinnern könne.

„Wir haben in der Zusammenarbeit mit Ulrich Wigand vieles lernen können”, bedauerte es der mittlerweile partei- und fraktionslose Dieter Griemens, dass die acht Jahre „so schnell zu Ende gegangen” seien. Ein originelles Präsent hatte die FDP-Sprecherin Dr. Elisabeth Hovestadt für den Scheidenden parat: eine Wärmelampe mit der Aufschrift „förderschädlich”, einem Lieblingswort von Wigand.

Auch Manfred Griemens, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Handel, Handwerk, Gewerbe und Industrie, bedankte sich: „Sie haben die Innenstadt am Leben erhalten.” Man könne sich nur wundern, was in acht Jahren gemeinsam mit Wigand geschaffen worden sei, meldete sich Fachbereichsleiter Manfred Schmitz-Gehrmann zu Wort, wobei er Wigands „Gradlinigkeit und Zielstrebigkeit” lobte.

Für die „freundlichen Worte und freundlichen Übertreibungen” bedankte sich der nicht wiedergewählte Technische Beigeordnete. Freilich ohne das alles das zu sagen, „was ich in den vergangenen acht Jahren nicht sagen durfte”. Er sei dankbar, wenn nicht nur das nachhaltig bleibe, was in Stein gemeißelt worden sei, sondern auch das, was an Lernprozessen auf den Weg gebracht worden sei. „Ich wünsche mir, dass die angestoßenen Prozesse auf hohem Niveau weiter geführt werden.” Für ihn gehe nach 16 Jahren Tätigkeit in Nordkreis-Kommunen eine Zeit zu Ende, in der sich die Region neu erfunden habe. Besonders bedankte er sich bei den Mitarbeitern, aber auch bei seiner Familie, die viele Stunden auf ihn habe verzichten müssen.
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