Alsdorf - Wohnungsbau: Franz-Josef Kochs gibt Flüchtlingen ein neues Zuhause

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Wohnungsbau: Franz-Josef Kochs gibt Flüchtlingen ein neues Zuhause

Von: Verena Müller
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Kurz vor der Fertigstellung: Das linke der beiden Häuser an der Eschweiler Straße in Alsdorf-Mariadorf wird bald offiziell der Stadt Alsdorf übergeben. Franz-Josef Kochs ist Bauherr und Eigentümer der Häuser. Realisiert hat er das Projekt über seine eigene Bauunternehmung. Foto: Verena Müller
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Franz-Josef Kochs investiert rund 2,6 Millionen Euro in zwei Mehrfamilienhäuser in Mariadorf. Die Bauten wurden auch mit öffentlichen Mitteln gefördert. Foto: Verena Müller

Alsdorf. Franz-Josef Kochs ist Unternehmer, klar, und aus reinem Idealismus würde er keine Wohnungen für Flüchtlinge bauen. Aber er hat auch das Herz am rechten Fleck. Und als ihn die NRW Bank fragte, ob er nicht das Förderprogramm für Flüchtlingswohnungen in Anspruch nehmen wolle, musste er nicht lange überlegen. So erzählt er das, wenn er durch die schlüsselfertigen Räume an der Eschweiler Straße in Mariadorf geht.

Zwei identische Häuser hat er hier als Privatmann gebaut. Er ist Eigentümer und Bauherr zugleich. Umgesetzt hat er das Projekt mit seiner Baufirma, der Kochs GmbH. Entstanden sind so jeweils acht Parteien: sechs Dreizimmer-Wohnungen mit 75 Quadratmetern und zwei Zweizimmer-Wohnungen mit 60 Quadratmetern unter dem Dach. Alles bezugsfertig und behindertengerecht mit Aufzug und ebenerdiger Dusche.

Am Montag, 6. November, wird das linke der beiden Häuser der Stadt Alsdorf übergeben. Diese mietet die Wohnungen nämlich für fünf Jahre an. „Der Bürgermeister hat von Anfang an dahintergestanden“, erzählt Kochs. Das wisse er zu schätzen.

Die beiden Mieter für das Dachgeschoss hat Kochs schon kennengelernt. „Beide Studenten“, sagt er. Ihnen hätten die Tränen in den Augen gestanden, als sie die Wohnungen besichtigt haben. Und an Kochs gehen solche Momente auch nicht spurlos vorüber. Wenn man die Bilder von den zerstörten Städten sehe, und vor allem die Kinder, müsse man einfach Mitleid haben, findet er. Und um so mehr freue er sich, wenn er einen kleinen Beitrag leisten könne, diesen Menschen zu helfen. „Wenn dann mal was auf dem Bau schiefläuft, sieht man das gleich viel gelassener“, sagt er. Es gebe Schlimmeres im Leben.

Kochs ist 56 und hat mit 28 sein erstes Sechs-Familien-Haus gebaut: am Grenzweg in Alsdorf. Sozialer Wohnungsbau ist ein Schwerpunkt seiner Bauunternehmung, deshalb auch der langjährige Kontakt zur NRW Bank. Rund zehn Mitarbeiter zählt Kochs, früher waren es einmal drei- oder viermal so viele.

Unter anderem an der Urftstraße, am Übacher Weg, an der Jakobstraße und der Quellenstraße hat Kochs Projekte umgesetzt, aber auch über die Grenzen Alsdorfs hinaus in Siersdorf, Düren und Vettweiß. Einen ähnlichen Bau wie an der Eschweiler Straße hat Kochs Anfang des Jahres schon in Warden an der Kinzberger Straße hochgezogen. Rund 1,3 Millionen Euro kosten die Häuser jeweils.

Der Sohn werde sich um die Hausverwaltung kümmern und wenn er, Franz-Josef Kochs, in ein paar Jahren in Rente gehe, könne er sich vorstellen, Hausmeistertätigkeiten zu übernehmen. Mal eine Lampe auszutauschen, dafür sei er sich nicht zu schade.

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