Wohnen und Arbeiten nahe Alsdorfs City

Von: Karl Stüber
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Noch ist es eine Vision, aber der Stadtentwicklungsausschuss hat jetzt die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen: die Bebauung der großen Fläche an der Ecke Grenzweg/Kurt-Koblitz-Ring. Im Vordergrund ist der Gebäudekomplex zu sehen, den die Team Steffen AG errichten und nutzen will. Foto: Architekten K 2/Karl Stüber

Alsdorf. Mangel an Geschäftsideen und Visionen kennt Rolf Steffen nicht. Der Chef der Team Steffen AG in Alsdorf („Innovation und Service für Gebäude und Industrietechnik“) hat am aktuellen Standort an der Ecke Kurt-Koblitz-Ring/Schaufenberger Straße bereits die Unternehmensvision 2010 umgesetzt. Nun arbeitet er an der Realisierung der „Vision 2035“.

 Dabei spielt ein neuer Standort die zen-trale Rolle. Den hat Steffen ein Stück weiter südlich an der Ecke Kurt-Koblitz-Ring/Grenzweg gefunden. Zwei Grundstücke hat er dort bereits erworben, wie im Ausschuss für Stadtentwicklung zu erfahren war.

Der Geschäftsführer des Architektenbüros K 2, Joachim Kranendonk, erläutert, was dort im Bereich Bebauungsplan 293 – Am Hüttchensweg in einer Entfernung von rund 500 Meter zum Alsdorfer Stadtzentrum geplant ist.

Insgesamt geht es im Stadtteil Ost um eine Fläche von vier Hektar. Das Plangebiet wird im Westen durch den Kurt-Koblitz-Ring, im Süden durch den Grenzweg, im Norden durch die Weinstraße und im Osten durch die bestehende Wohnbebauung begrenzt. Eigentlich war dort reine Wohnbebauung vorgesehen. Dies ist aber in Teilen der Flächen, konkret entlang des Kurt-Koblitz-Rings, angesichts der zu erwartenden Lärmbelastungen problematisch.

„Stadttor“-Projekt

Dort bietet sich besser die Ansiedlung von Gewerbe und Handwerk an. Gedacht wird an der Einmündung Grenzweg an den zentralen Neubau der Team Steffen AG, praktisch zwei sich gegenüberliegende mehrgeschossige Gebäude jeweils in L-Form. Parallel zum Kurt-Koblitz-Ring sollen Richtung Weinstraße weitere Gebäude locker aufgereiht werden und so ein Industriegebiet entstehen. Gegenüber dem „Stadttor“-Projekt der Team Steffen AG ist im Plan ein Seminargebäude mit Büros vorgesehen, ein Stück daneben ein Gebäude in Kreisform, das als „Vollzeitkindergarten“ von Steffen betrieben werden soll – nicht nur für Kinder von Mitarbeitern, sondern auch für die von zum Beispiel beratenden Ingenieuren, wie Steffen unserer Zeitung gegenüber bereits im Zuge früherer Überlegungen ausgeführt hatte. Kranendonk sagte, diese Kindertagesstätte entspreche den Anforderungen der modernen Arbeitswelt („Work-Life-Balance“). Der Architekt zerstreute die Bedenken von Matthias Feilen (SPD), der in dem Kindergarten eine mögliche Konkurrenz zu städtischen Einrichtungen ausmachte.

Auf weiter vom Kurt-Koblitz-Ring entfernt liegenden Flächen könnten zudem neue Wohnhäuser (Ein- und Zweifamilienhäuser) entstehen, wie Architekt Joachim Kranendonk darlegte. Er machte deutlich, dass das Gesamtkonzept in zwei Bauabschnitte (gut 16 000 bzw. 13 000 Quadratmeter groß) sukzessive verwirklicht werden soll.

Bernd Mortimer (ABU) fragte mit Blick auf den doch eher Langfristiges verheißenden Projektbegriff „Vision 2035“, wann denn mit einer Umsetzung zu rechnen sei. Architekt Kranendonk, dessen Büro nach eigener Aussage diese Vision des Unternehmers nun seit zwei Jahren begleitet, sagte, dies sei sicherlich von der wirtschaftlichen Entwicklung abhängig. Da diese aber bekanntlich recht gut sei, sehe er durchaus die Möglichkeit, „dass dies deutlich vor 2035“ angegangen werden könnte. Damit sei „keine weite Zukunft“ verbunden.

Der Grüne Hartmut Malecha war voll des Lobes und sprach „von einer herausragenden Position im Stadtgebiet“. Durch Steffens Initiative könnten weitere Investoren angelockt werden: „Das ist schon mal ein Anfang mit guten Vorzeichen.“

Auf Franz Brandts (CDU) Frage, was denn mit dem Gelände des derzeitigen Firmensitzes werde, hieß es, dies sei noch unklar.

Der Fachausschuss billigte die notwendige Änderung des Flächennutzungsplans (aus Wohnbaufläche werden gewerbliche und gemischte Bauflächen) und den entsprechend überarbeiteten Bebauungsplan, um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für das Vorhaben zu schaffen.

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