Winzer von Rode: Ein zweiter Weingarten im Blick

Von: ath
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Führung durch den Weinberg: Dabei erzählt der oberste Winzer von Rode, Sjar Coenen (r.), Wissenswertes über den Weinanbau. Foto: Andrea Thomas

Herzogenrath/Kerkrade. Wasser war beim Abteiweinfest der Winzer von Rode das ansonsten eher untypische Getränk des Tages. Wen wundert es bei den Temperaturen? Wem es zu warm zum Weinverkosten war, der konnte den neuen Roten aus Rolduc auch erwerben, um ihn zu Hause zu genießen.

Allerdings am besten erst in einem Jahr, so lange sollte der 2011er noch lagern, um seinen Geschmack so richtig zu entfalten, wie Rudolf Mies, Vorsitzender der Winzergenossenschaft aus Mayschoss erklärte. Er war gemeinsam mit Weinkönigin Julia Migend und Weinprinzessin (und neuer Weinkönigin) Romana Schreinert von der Ahr an die Wurm gekommen, um den neuen Rolducer Wein zu präsentieren. Schon seit dem 12. Jahrhundert sind das Weinstädtchen und die Abtei historisch über den Wein miteinander verbunden.

Heute unterstützt die Winzergenossenschaft aus Mayschoss ihre Kollegen, in dem sie die geernteten Trauben zu einem edlen Tropfen verarbeiten. Im vergangenen Jahr waren das 1377 Kilo Trauben. Bei einem Kilo pro Flasche macht das etwa 1377 Flaschen.

Zu einem guten Jahrgang macht das allein den trockenen Rotwein der Rebsorte Regent aber noch nicht, dazu braucht es die Sonne. Die war nicht nur beim Weinfest großzügig, sondern auch während der Reife, so dass der Wein einen hohen Oechslegrad hat, wie der oberste Winzer Sjra Coenen erläutert.

Die erste Flasche bekam Sr. Gemma Küppers. Die letzte Oberin der Ursulinenschwestern in Kerkrade war viele Jahre Schirmherrin der St. Catharinagilde und der Winzer und daher ein ganz besonderer Gast an diesem Tag.

Die Stadt Herzogenrath wurde von der ersten Beigeordneten Birgit Froese-Kindermann, die Gemeinde Kerkrade von Wedhouder Leo Jongen vertreten, die beiden ebenso eine Flasche des neuen Weins überreicht bekamen, wie viele weitere Unterstützer und Sponsoren, ohne die der Weinanbau in Eurode nicht möglich wäre.

Wer wissen wollte, wo und wie der Wein entsteht, hatte Gelegenheit sich bei einer Führung durch den zwischen Burg Rode und der Abtei Rolduc gelegenen Weinberg von Sjra Coenen alles dazu erklären zu lassen. Auf den 500 Weinstöcken gedeihen bereits die Trauben für den nächsten Wein. Im kommenden Jahr soll unmittelbar hinter Abtei ein zweiter Weingarten entstehen mit weiteren 700 bis 800 Weinstöcken.

Außerdem wurde an diesem Tag noch gewandert, der Hitze zum Trotz. Erstmals hatte die Stichting Hertoglimburgpad gemeinsam mit dem Wandersportverein „Noad” aus Bocholtz fünf unterschiedlich lange Wanderungen auf dem Herzog-Limburg-Pfad durch das Dreiländereck ausgeschildert. Ausgangspunkt für die 7, 12, 17, 23 oder 30 Kilometer langen Etappen, war die Abtei Rolduc.

Ab acht Uhr in der früh machten sich 526 Wanderer auf den Weg, vorbei unter anderem an Schloss Erenstein, Burg Rode und Schloss Rimburg. Und das nicht nur auf den kurzen Routen, sondern gerade die frühen Wandervögel bevorzugten die Langstrecken. Erst ab elf Uhr empfahlen die Organisatoren, nicht weiter als 17 Kilometer zu laufen, wegen der hohen Temperaturen.
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