Nordkreis - Windige Werber halten die Verbraucherzentrale auf Trab

Windige Werber halten die Verbraucherzentrale auf Trab

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:

Nordkreis. Bei Anruf Abzocke: Windige Firmen, die sich Ahnungslosen am Telefon aufdrängen und ebenso ungeniert wie unverlangt Verträge abschließen, haben der Verbraucherzentrale in Alsdorf auch im vergangenen Jahr viele erboste Kunden und viel Arbeit beschert.

Ärger mit dem Internet und Probleme mit dem deutschen Krankenkassenwesen rangieren in der Jahresbilanz der Beratungsstelle ebenfalls ganz oben.

Internet, DSL & Co.

Satte 39 Prozent aller Anfragen hatten mit Internet, DSL & Co. zu tun. Mal gab es gar keine Verbindung, mal war sie viel zu teuer. Und mal hatten Kunden Verträge von gleich drei verschiedenen Telefonanbietern am Hals, um die sie nie gebeten hatten.

Von sehr „zeitintensiven Beratungen” spricht Claudia Schmitz, Leiterin der Verbraucherzentrale in Alsdorf in diesem Zusammenhang. Weshalb die nüchternen Zahlen allein - 13.363 Einzelkontakte mit Ratsuchenden im vergangenen Jahr gegenüber 14.537 Kontakten in 2007 - nicht den tatsächlichen Arbeitsaufwand widerspiegelten. Der sei nämlich keineswegs gesunken.

Im Gegenteil. Oft ziehe ein Erstgespräch viele Telefonate und Schriftwechsel mit Kunden und Firmen nach sich. Hinzu kommt intensivere Öffentlichkeitsarbeit, das Bewerben besonderer Aktionen.

Entsprechend deutlich gestiegen ist die Zahl der so genannten Veranstaltungskontakte: 3110 waren es im Jahr 2008 (2007: 1550).

Mit Infoständen und -broschüren sind die Berater vor Ort bei Vereinen oder in Schulen. „Sicherer in Social Communities” heißt die aktuelle Aktion, bei der Jugendlichen ein besonnener Umgang mit persönlichen Daten im Internet nahegelegt wird.

Schmitz: „Besser keine intimen Details oder offenherzige Fotos einstellen - der zukünftige Arbeitgeber googelt auch.”

Wirtschaftskrise

Auch die Wirtschaftskrise macht sich in der jüngsten Statistik der Verbraucherzentrale bemerkbar. Nicht nur ist die Warteliste der Schuldnerberater noch ein Stückchen länger geworden. Schmitz: „Das Thema Geld beschäftigt die Menschen allgemein mehr. Wir bekommen derzeit viele Anfragen von Leuten, die Geld mit Aktienfonds verloren haben oder einfach wissen wollen, wie sicher ihr Geld auf der Bank ist.”
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