Herzogenrath/Würselen - Wertstoffhof: Neue Bestimmung für Wäschekorb & Co.

Wertstoffhof: Neue Bestimmung für Wäschekorb & Co.

Von: Holger Bubel
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Körbe, Kannen, Karren – aus Kunststoff wohlgemerkt: AWA-Geschäftsführer Ulrich Koch (v.r.), Würselens Bürgermeister Arno Nelles, KDW-Betriebsleiter Franz-Josef Mahr und Mitarbeiter Wilfried Schilke machen den Entsorgungsselbsttest am Container. Foto: Holger Bubel

Herzogenrath/Würselen. Wohin bloß mit dem Wäschekorb, der kaputten Kunststoffregentonne, den Blumenkästen oder den Plastikgartenstühlen? In der gelben Tonne haben diese nichts zu suchen, für die Restmülltonne sind die Teile häufig viel zu groß und zu sperrig. Bislang landeten Wäschekorb, Bobbycar & Co. aus Hartkunststoff daher im Sperrgut.

An den Wertstoffhöfen in Herzogenrath (Eygelshovener Straße 69 a) und Würselen (Ecke Honigmannstraße/Pützbenden) werden die Kunststoffabfälle jetzt separat angenommen und einer Verwertung zugeführt. Ohne Mehrkosten landen also nun Gießkannen oder Plastikwannen im Hartkunststoffcontainer.

Schon jetzt – nur wenige Wochen nach dem Aufstellen solcher Container auf den Wertstoffhöfen – haben sich in Würselen bereits 4,5 Tonnen des wiederverwertbaren Materials angesammelt. „Die Stadt Würselen hat dadurch mal eben 450 Euro eingespart“, kann Stephanie Pfeifer, Bereichsleitung Unternehmensentwicklung der Regioentsorgung AöR vermelden.

Aber nicht nur finanziell lohnt sich das Aufstellen der Container – immerhin wurde eine Kostenersparnis für die Entsorgung des Hartkunststoffs im Vergleich zur Sperrmüllentsorgung von 100 Euro pro Tonne errechnet – auch die Bürger profitieren nachhaltig: „Mit diesem Angebot erweitern wir den Bürger-Service und kommen den Anforderungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes zur Förderung der Verwertung ein Stück näher“, wirbt Rainer Lenzen, Technischer Betriebsleiter der Regioentsorgung, für die neue Abgabemöglichkeit.

Genauere Informationen dazu, was im Container landen darf und was anders entsorgt werden muss, geben die Mitarbeiter aus den Wertstoffhöfen. Andreas Roy vom Bereich Logistik und Wertstoffhöfe bittet jedoch zunächst, „vielleicht nicht gleich den kompletten Keller auszuräumen“. Eine kleine Eingewöhnungsfrist würde er den Bediensteten an den Sammelstellen gerne einräumen.

Und noch etwas sei ganz wichtig: „Es dürfen keine Metalle enthalten sein und der Müll muss einigermaßen sauber sein. Sand und Dreck machen den Schredder des Verwerters schnell kaputt. Übrigens: Die aus den Wertstoffen erwirtschafteten Umsätze werden an die Kommunen in der Region weitergegeben. Diese nutzen die Erlöse dann zur Gebührensicherung im Abfallgebührenhaushalt.

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