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Werke von Georges Dussau auf Burg Rode zu sehen

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Gute Laune bei der Jubiläumsa
Gute Laune bei der Jubiläumsausstellung: Zum 25. Ausstellungsjahr begrüßten Herbert Schmerz (Mitte), Vorsitzender der Projektgruppe Malabon, und seine Frau Marianne den Künstler Georges Dussau auf Burg Rode. Foto: Dagmar Meyer

Herzogenrath. Das Farbenspiel ist faszinierend: 112 Exponate zeigen das fein differenzierte Licht der Hügellandschaft von Chalon-sur-Saône im Burgund oder den filigranen Verlauf mediterraner Blautöne. Man taucht ein in die Stimmungen und Landschaften der Bourgogne und des Mittelmeers, wo Georges Dussau lebt und arbeitet.

Seine Bilder sind jetzt in Burg Rode zu sehen, präsentiert von der Projektgruppe Malabon.

Reinhard Granz, Kuratoriumsmitglied des Vereins Burg Rode und ehemaliger Schulleiter des Städtischen Gymnasiums, begrüßte die Besucher, nachdem die Tanz-AG der fünften Jahrgangsstufe des Gymnasium unter Leitung von Bettina Lauber und Gabi Sauer zu einem „Rendezvous mit Freunden” eingeladen hatte.

Und es wurde zu einem Rendezvous mit Freunden, zu dem die Organisatoren der Ausstellungsreihe, Herbert und Marianne Schmerz, auch Bürgermeister Christoph von den Driesch begrüßten. Als Schirmherrn einer Jubiläumsausstellung, wie er betonte: „In 25 Jahren 30 Ausstellungen mit Erfolg auf Burg Rode zu präsentieren - das ist schon eine beachtliche Leistung.”

„An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit”, sagte Herbert Schmerz in Anlehnung an einen Song der Toten Hosen. An Tagen wie diesen sei aber „nichts wie immer, vor allem keine Vernissage”. Dieser Jubiläumstag sei ein ganz besonderer für die kleine Hilfsorganisation „Projektgruppe Malabon und Dritte Welt e.V.”, deren Arbeit seit 25 Jahren ein gelungenes Beispiel nachhaltiger Entwicklung darstelle. „An Tagen wie diesen”, so Schmerz weiter, „ist es an der Zeit Dankeschön zu sagen.

In dieser Form einmalig

Sein Dank galt den renommierten europäischen Künstlern, die sich seit 25 Jahren in der für Deutschland in dieser Form einmaligen Ausstellungsreihe „Künstler für Malabon” auf Burg Rode zugunsten der Projekte engagieren und das durch ihre Präsenz bei der Vernissage auch dokumentieren.

Ebenfalls dankte er dem Aachener Galeristen Ricardo de Bernardi und seiner Frau Mo, die das Projekt seit 25 Jahren unterstützen. Schmerz: „Durch ihre Hilfe und den Verkauf der Bilder konnten rund 180 000 Eure für unsere Hilfsprojekte auf den Philippinen überwiesen werden.”

Als Dankeschön hatten sich die Organisatoren etwas Besonderes ausgedacht. Der Herzogenrather Fotograf Reinhard Zwilling hatte ihnen ein Foto der Burg zur Verfügung gestellt. Georges Dussau hat es zerrissen, um daraus eine wundervolle Collage anzufertigen. Wolfgang Schmitz, Vorsitzender des Kuratoriums, versicherte, dafür einen geeigneten Platz auf der Burg zu finden.

Dann konnten sich die Besucher davon überzeugen, dass Dussau in Malerei, Grafik, Keramik, Skulptur stets seine Handschrift erkennbar werden lässt. Es ist der geradezu kalligrafische Reiz und die eindrucksvolle Rhythmik der Linienführung, die für Dussaus abstrakte Kompositionen kennzeichnend sind. In Gesprächen mit dem Künstler wurde den Besuchern deutlich, dass Georges Dussau eine absolut eigenständige Position innerhalb der Gegenwartskunst einnimmt. „Ich bin das, was ich bin”, sagte der Künstler selbstbewusst, „mit prägenden Eindrücken, Sichtweisen und Standpunkten durch mich selbst und durch die anderen.”

Dussau brachte seinen Kunstansatz auf den Punkt, als er zusammenfassend feststellte: „Bei meinen Vernissagen habe ich manchmal den Eindruck, nackt zu sein. Mein verborgenstes Inneres ist zur Schau gestellt und dem Publikum ausgeliefert. Es kommt vor, dass ich mich unwohl fühle.” Auf Burg Rode aber habe er sich noch nie unwohl gefühlt. Deshalb war es für ihn eine Selbstverständlichkeit und Ehre, an der Ausstellungseröffnung zum dritten Mal persönlich teilzunehmen.

Musikalisch bereichert wurde die Vernissage durch das hervorragende Spiel der Herzogenrather Gymnastinnen Isabel Rehbach (Klavier) und Anne Bonczek (Querflöte). Auch das Trio „KaminRock” begleitete die Ausstellung zwei Stunden lang mit Cover-Versionen bekannter Songs der Pop-, Rock- und Countrymusik.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung ist bis Sonntag, 4. November werktags von 17.30 bis 20 Uhr, an Allerheiligen von 14 bis 18 Uhr und Samstag von 15 bis 18 Uhr zu sehen.

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