Wenn in Warden wieder die Klompen klappern

Von: ms
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Bunt bemalt und ganz schön laut: Das hölzerne Schuhwerk war beim Umzug ein echter Hingucker. Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Alsdorf. Einen gewaltigen Besucherzuspruch hat das Wardener Schützen- und Volksfest erlebt. Anlässlich des 140-jährigen Bestehens konnten die Macher besonders viele Gäste begrüßen.

Das Festzelt war bereits zum Auftakt beim Disco-Abend voll besetzt. Auch beim Bayerischen Abend kamen etliche Gäste, die von „Winfried Stark und seinen Original Steigerwäldern” glänzend unterhalten wurden.

Die neuen Majestäten wurden bei einem Gottesdienst eingesegnet, der vom Kirchenchor musikalisch gestaltet wurde. Unter großer Beteiligung ging es von der Kirche zur Kranzniederlegung am Ehrenmal. Wesentlich stärker besucht als in den Vorjahren war der musikalische Frühschoppen mit dem Blasorchester St. Jakobus Warden und dem Trommler- und Pfeiferkorps Kinzweiler.

Was die zahlreichen Besucher an den Straßenrändern anschließend erlebten, war ein Resultat der intensiven Zusammenarbeit vieler Schützenbruderschaften im Rahmen des Dekanats-Schützenfestes, das die Wardener ausrichten durften.

Knapp 20 Gruppen mit fünf Musikkapellen und rund 600 Teilnehmern - darunter nicht zuletzt das neue Königspaar Ulli und Elisabeth Rösseler - sorgten für einen Festzug, wie ihn Warden in den vergangenen zehn Jahren nicht erlebt hat.

Neben dem Königspaar standen die Jungschützenprinzessin Miriam Gradel und der Schüler- und Bezirksschützenprinz Michael Engel im Mittelpunkt.

„Dieser Festzug war eine eindrucksvolle Demonstration des Schützenwesens”, sagte der Wardener Brudermeister Robert Pelzer. Dem Festzug folgte ein Majestätenball im ausverkauften Festzelt, das rund 700 Sitzplätze zu bieten hatte.

Bezirksschießmeister Josef Dreschers und der Schießmeister der Wardener Schützen, Dirk Willermann, verteilten die beim Ehrenschießen der Jakobus-Schützenbruderschaft errungenen Preise.

Für Unterhaltung sorgten bewährte Kräfte aus den eigenen Reihen: die „St. Jakobus-All-Stars”. Die hatten diesmal das Motto „Traumschiff” gewählt und waren damit unter Moderation ihres Ideengebers Michael Engel unterwegs. Rund 40 große und kleine Mitwirkende machten unter der Regie von Kapitänin Désirée Schüller ihre Sache glänzend.

Kein Platz mehr frei

Am vorletzten Festtag säumten etliche Besucher die Wardener Straßen, um den Klompenumzug mit über 300 Teilnehmern zu bewundern. Vor allem die Kleinsten hatten ihren Spaß dabei, auf klapperndem Holzschuhwerk unterwegs zu sein. Kein Platz war im Festzelt mehr frei, als die Altklompenkönige mit dem amtierenden Klompenkönig Karl-Heinz Danner Einzug hielten.

Das vierstündige Rahmenprogramm stand dort unter dem Motto „40 Jahre Wardener Klompenball - So bunt wie das Leben”. Daran beteiligten sich die Mutter-Kind-Gruppe, der Wardener Kindergarten, Kinder der Grundschule Begau und die Klompengarde. Letztere mit einem 60-minütigen Auftritt unter Leitung von Mario Kappes.

Die Stimmung erreichte ihren Höhepunkt, als Robert Pelzer Abschied vom Klompenkönig Karl-Heinz Danner Abschied nahm und ihm „eine tolle und äußert engagierte Zeit” bescheinigte. Unter tosendem Beifall der Besucher wurde dann André Küchen als neuer Klompenkönig ausgerufen.

„André, der Trommler” wird sein Name sein. Küchen ist seit seiner Kindheit ein Wardener Schütze und in dieser Eigenschaft äußerst engagiert und beliebt, was sich auf seine ganze Familie bezieht, denn Ehefrau und Kinder sind im Wardener Schützenwesen ebenfalls stark eingebunden.

Brudermeister Pelzer dankte allen, „die durch ihren Einsatz während der Festtage diese opulente Feier zum 140-Jährigen ermöglicht hatten”. Mit einem großen Kinderfest und einem Dankgottesdienst klang das Fest am vierten Tag aus.
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