Wendelin Haverkamp zu Gast bei „Literatur nach Acht”

Von: Lars Odenkirchen
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Skurril und kurios, garniert mit dem Öcher Gruß, dem Klenkes: Wendelin Haverkamps Geschichten von Lehrer Anton Hinlegen sorgten bei dem Baesweiler Publikum für beste Unterhaltung. Foto: Lars Odenkirchen

Baesweiler. So richtig von der Bühne lassen wollte ihn am Ende keiner: Wendelin Haverkamp war Gast bei „Literatur nach Acht” in der Baesweiler Burg und bot dem Publikum in der gut besuchten Scheune eine grandiose Lesung.

Er las - mit einer Ausnahme- Geschichten vom Lehrer Anton Hinlegen, die hauptsächlich aus seinem neuen Buch „Wenn der Edukator erzählt - Teil II” stammen.

Bekannt und berühmt wurden die skurrilen Geschichten um das „Karl-Heinz-Plum-Guminasium” in erster Linie durch Haverkamps Radiogeschichten mit Lehrer Hinlegen.

So mancher Zuschauer war so auch schon mit der einen oder anderen Geschichte vertraut, was der Begeisterung des Publikums aber keinen Abbruch tat.

Ganz im Gegenteil: Haverkamp trug die amüsanten Episoden aus dem Schulleben so gekonnt und mit Liebe zum Detail vor, dass man sich den kuriosen Erlebnissen Anton Hinlegens kaum entziehen konnte.

Und auch wenn die Geschichten satirisch überspitzt und überzeichnet sind: Bei einigen Zuschauern mögen die liebenswerten Charaktere wie der stets angetrunkene Religionslehrer Monsignore Stramm, der mit Fremdwörtern auf dem Kriegsfuß stehende Sportlehrer Kreuzbein oder die leicht abgedrehte Musiklehrerin Müller-Siebenknick durchaus Erinnerungen an die eigene Schulzeit geweckt haben.

Haverkamp trug ein kleines „Best of” der Schulgeschichten vor, die vom Elternsprechtag („Der Tag, an dem erregte Erziehungsberechtigte inbrünstige Hymnen auf die Brut anstimmen”) über den Wandertag bis hin zu den Bundesjugendspielen reichte.

So meisterte der Wahl-Aachener Haverkamp eine Geschichte nach der anderen mit Bravour, bald ein Dutzend Mal zeigte Haverkamp in anderthalb Stunden den Klenkes, mit dem er die Geschichten stets beendete.

Erst nach der dritten Zugabe ließ ihn das Publikum dann von der Bühne, zuvor hatte er das Wesen des typischen Schulchor- oder Orchesterkonzerts erforscht: „Es ist alles halb so schlimm. Das ganze ist ein Scherz. Wir wollen nur mal sehen, wer als erster geht.”

Wenig lohnenswert wäre dies für Haverkamp selbst gewesen - denn so schnell wollte an diesem Abend niemand weg.
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