Würselen - Weiter wertvolle Hilfe zur Selbsthilfe

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Weiter wertvolle Hilfe zur Selbsthilfe

Von: ehg
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In Sachen Freundschaftsgesellschaft Burkina Faso/Réo: Bürgermeister Arno Nelles, 1. Vorsitzender, und Peter Kipping, 2. Vorsitzender sowie Reinhard Richter stellen pfiffige Speckstein-Figuren vor. Foto: Sevenich

Würselen. Sein Besuch in der schwarzafrikanischen Partnerstadt Réo liegt zwar schon ein Jahr zurück, aber immer noch strahlen die Augen von Bürgermeister Arno Nelles, dem Vorsitzenden der Freundschaftsgesellschaft Burkina Faso/Réo, vor Begeisterung, wenn er über die Menschen dort spricht. „Obwohl sie fleißig und zielstrebend sind, sind sie weitgehend arm. Aber ihr Optimismus ist grenzenlos. Von ihnen können wir lernen.“

Für Nelles bedarf es keiner Frage: „Wir müssen ihnen auch weiterhin helfen. Und zwar Hilfe zur Selbsthilfe, damit sie in ihrem eigenen Land ihr Schicksal in die Hand nehmen können.“ In die Dreieckspartnerschaft Morlaix/Réo und Würselen sollten möglichst viele Menschen aus den drei Regionen einbezogen werden.

Die Freundschaftsgesellschaft bietet auf dem Weihnachtsmarkt in Bardenberg (noch bis 25. November) und auf dem Weihnachtskunstmarkt St. Sebastian (1./2. Dezember) wieder Waren aus Schwarzafrika zum Kauf an, in diesem Jahr weniger Taschen, dafür aber als Neuheit Plastiken aus Speckstein. Organisator Reinhard Richter sagt: „Jeder Cent, den wir einnehmen, kommt den Menschen vor Ort zugute.“ Helfen kann auch jeder, der Mitglied der Freundschaftsgesellschaft – Jahresbeitrag 36 Euro – wird. Gerne gesehen sind Spenden auf das Konto 106956014 bei der VR-Bank (BLZ 39162980 ). Ansprechpartner sind bei der Stadt Barbara Fritz, 02405/67318, und stellvertretender Vorsitzender Peter Kipping, 02405/91065.

Die Top-Meldung des Jahres 2012 lautete: Das Regenrückhaltebecken in Sektor 2 ist fertig. Während der Regenzeit wurde es erstmals mit Wasser gefüllt. Es fasst 105000 Kubikmeter und die Dammkrone ist 99 Meter lang. Die Freundschaftsgesellschaft beteiligte sich mit 25000 Euro an den Kosten von rund 200000 Euro. Eine dicke Spende kam aus dem Fürstentum Monaco.

Über 100 Waisenkinder werden dauerhaft über Würselener Patenschaften finanziell unterstützt, damit auch sie die Schule besuchen können. Wie dankbar die Kinder sind, dafür sprechen die Briefe Bände, die Peter Kipping erhalten hat. „Es werden weiterhin Paten gesucht“, würde er sich freuen, wenn das Projekt erfolgreich fortgesetzt werden könnte. Von großem Erfolg gekrönt war und ist die Einrichtung von Erste-Hilfe-Standorten in Stadt und Land Réo. Derzeit sind rund 30 Sanitäterinnen, über die neun Bezirke der Stadt und die zwölf Dörfer verteilt, im Einsatz. Richter: „Sie leisten tagtäglich wertvolle Dienste.“

Bildungseinrichtungen konnten durch Spenden des Städtischen Gymnasiums und der Grundschule Friedrichstraße gefördert werden. Zur Stabilisierung und Regulierung des Marktpreises wurde eine Hirsebank eingerichtet.

Das Gesundheitswesen ist nach wie vor beklemmend armselig. Die Krankenstation in Réo „versorgt“ mit einem Arzt rund 60 000 Einwohner. Geholfen hat die Freundschaftsgesellschaft beim Bau einer Grundschule für 500 Kinder und bei der Erweiterung des Gymnasiums sowie bei der Grabung eines geschlossenen Tiefbrunnens.

Um die Ausweitung der Sahel-Zone einzudämmen, wurden Bäume gepflanzt. Neue Projekte werden geplant. Beteiligen will sich Würselen an der Finanzierung eines Klassenraumes des Gymnasiums, zusammen mit Morlaix. Angedacht ist der Bau einer öffentlichen Latrine beziehungsweise eines weiteren Brunnens.

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