Weihnachtsmarkt geschlossen: „Xaver“ erstürmt Wintermärchen

Von: Holger Bubel
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Die sichtbarste Folge von Orkantief Xaver: Die höchste Tanne in der Alsdorfer Innenstadt am Denkmalplatz drohte umzustürzen. Der Bauhof rückte mit der Kettensäge an. Problem gelöst, Baum weg. Foto: Holger Bubel
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An der Aachener Straße in Alsdorf legte die Feuerwehr zur Sicherheit eine Blautanne um. Foto: R. Roeger

Nordkreis. An Tagen wie dem vergangenen Donnerstag kann man doch froh sein, im schönen Nordkreis zu leben. Während der hohe Norden der Republik „Land unter“ meldete und Schneeverwehungen bis ins Rurgebiet den Verkehr lahm legten, blieb es hier nämlich weitgehend ruhig: Orkantief Xaver entpuppte sich in den Städten Alsdorf, Baesweiler, Herzogenrath und Würselen doch eher als „Sturm im Wasserglas“. Auch wenn es kleinere, wetterbedingte Einsätze der Feuerwehr gab.

In Herzogenrath wurden lediglich zwei Werbebanner in der Innenstadt und in Kohlscheid von Xaver so heftig angepustet, dass sie eingeholt werden mussten, berichtet Feuerwehrsprecher Thomas Hendriks. In Würselen und Baesweiler war es je ein Bagatelleinsatz, der die Feuerwehren nicht wirklich forderte: ein Ast auf der Kreisstraße 30 (Willy-Brandt-Ring) und ein „Bäumchen“ in Beggendorf auf der Hubertusstraße.

Baum kippt auf Euregio-Schiene

Am stärksten war der Einfluss des in Norddeutschland tobenden Orkantiefs noch in Alsdorf. Hier musste die Wehr gleich siebenmal aufgrund von Sturmschäden ausrücken, zog Feuerwehrsprecher Christoph Simon am Tag danach aber ebenfalls eine nicht sonderlich spektakuläre Bilanz.

Auch wenn in Kellersberg an der Haltestelle der Euregiobahn ein Baum auf die Schienen gekippt war, der beseitigt werden musste, an der Eschweiler- und Goethestraße je ein Baum umgekippt war, die Feuerwehr an der Aachener Straße eine Blautanne aus Verkehrssicherungsgründen zu Fall bringen musste und ein Auto auf der Rathausstraße durch einen Ast beschädigt wurde – weil dabei Gott sei Dank keine Menschen verletzt wurden, war die Stimmung bei den Wehrleuten eher unaufgeregt.

Anders war dies im Vorfeld des Weihnachtsmarktes an der Burg. Hier tagte nachmittags ein Krisenstab, das „Phantastische Wintermärchen“ drohte am Donnerstag ganz auszufallen. „Wir haben dann doch geöffnet und die Wettersituation ständig im Auge gehabt“, erklärte Organisator Toni Klein von der Aktionsgemeinschaft. Allerdings ohne Bühnenprogramm, und auch die Kinder des Katholischen Kindergartens Schaufenberg mussten ihren Auftritt streichen.

Um 18.45 Uhr wurde den zehn Beobachtungsposten auf dem Markt, die in ständigem Kontakt mit dem Ordnungsamt und der Feuerwehr waren, die Sturmsituation dann doch zu heikel. „Manche Böe war sehr heftig. Daher haben wir den Weihnachtsmarkt zwei Stunden früher schließen müssen. Bevor doch noch was passieren konnte“, sagt Toni Klein.

Dass die eine oder andere Sturmböe durchaus kräftig war, das bekam auch der größte Tannenbaum in der Alsdorfer Innenstadt auf dem Denkmalplatz zu spüren: Er wurde noch am Donnerstagabend von der Feuerwehr weiträumig abgesperrt, ehe am Freitagmorgen die Männer vom Bauhof anrückten, um ihn niederzulegen.

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