Würselen - Weihnachtskonzert auf hohem Niveau

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Weihnachtskonzert auf hohem Niveau

Von: ehg
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Festliches Konzert in der Pfarrkirche St. Pius: Die Chorgemeinschaft des Würselener Gymnasiums begeisterte das Publikum zwei Stunden lang mit einem facettenreichen Programm. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Unter dem Leitgedanken „Wir erzählen die Geschichte...“ bot die Chorgemeinschaft des Städtischen Gymnasiums mit seinen Solisten und 13 Instrumentalisten in der Kirche St. Pius ein festliches, etwas anderes Weihnachtskonzert auf hohem Niveau.

In der rezitativen Vertonung des zeitgenössischen deutschen Chorleiters Rudolf Mauersberger, der 1971 in Dresden verstarb, wurde von Maike Köppen, Jörg Bartz, Lukas Meyer, Madita Thoma und Bettina Begner die gute Nachricht von der Geburt des Jesus von Nazareth in fünf Passagen verkündet, eingestreut in das facettenreiche, fast zweistündige Programm, ohne Pause. Den von Sängern und Instrumentalisten wohl verdienten Applaus gab es donnernd am Ende, womit das Konzert eine musikalische Aufwertung in seiner Gesamtheit erfuhr.

Ungewöhnliche Kontraste

Gespannt wurde bei der Auswahl der Darbietungen der Bogen vom geistlichen Chorgesang bis zu traditionellen, meist profanen Liedern aus verschiedenen Stilepochen und unterschiedlichen Ländern gespannt. Dabei lebte das Konzert von ungewöhnlichen Kontrasten.

Mit dem „Processional Introit“ und dem „Kyrie eleison“ aus der „Missa Carolae“ des 1963 geborenen englischen Komponisten lieferte der gemischte Chor eine viel versprechende Visitenkarte ab, wobei er unter dem souveränen Dirigat von Dirk Beyer den hohen Anforderungen gerecht wurde. Als Kontrast dazu dann ein von Johan van Slageren arrangiertes Christmas Medley, von „O Tannenbaum“ über „Stille Nacht, heilige Nacht“ und „Adeste Fideles“ bis zu „Jingle Bells“, lauter weihnachtliche Ohrwürmer, wunderschön dargeboten.

In die Barockzeit versetzte der Chor seine Konzertbesucher mit dem Kirchenlied „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ von Michael Praetorius und mit „Ach mein herzliebes Jesulein“ aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Aus dieser Epoche brachten die Instrumentalisten „Pastorale“ aus dem „Concerto grosso Nr. 8“ des italienischen Komponisten Arcangelo Corelli einfühlsam und klangschön zu Gehör. Mit Improvisationen über „Night of Silcence“ setzte Tobias Röhser am Flügel einen weiteren Kontrapunkt. Zuvor war Rolf Zuckowski nicht mit der „Weihnachtsbäckerei“, sondern mit „Mitten in der Nacht“, vorgetragen von Schülern der Klasse 6b, zu Ehren gekommen.Wie ein traditionelles englisches Weihnachtslied klingt, dokumentierte der Chor mit seinem „God rest you merry, gentlemen“. Acht Frauenstimmen ließen „The time of Snow“ hochleben. Aus der Feder des englischen Chorleiters und Komponisten Bob Chilcott stammte auch das von Maike Köppen vorgetragene „Be thou my vision“. John Rutter, ein weiterer englischer zeitgenössischer Komponist, kam mit „Nativity carol“ zu „Wort“. Zwischendurch immer wieder die Weihnachtsbotschaft.

Schließlich gab es auch noch eine musikalische Kostprobe schwedischer Weihnacht: „Jul, jul, stralande jul!“ – eines der am häufigsten im 20. Jahrhundert in diesem skandinavischen Land gesungenen Lieder. Kontrastreicher geht es bald nicht mehr! Und oben drauf noch das „Jesus Born on This Day“ von Mariah Carey. Da fehlte nur noch das „O Holy Night“ von dem Franzosen Adolphe Adam. Ein weiterer Höhepunkt in einem außergewöhnlichen Konzert, begünstigt durch die Akustik in der St. Pius-Kirche.

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