Weidener Jungenspiele feiern Kirmes

Von: ehg
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Prächtige Blickfänge: Nicht nur die Weidener Spielspitzen boten im Festzug ein imposantes Bild. Foto: Wolfgang Sevenich
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Auch die Pritschenkinder mischten munter mit. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Einen farbenprächtigen Schlusspunkt haben die beiden Weidener Jungenspiele unter eine lange Saison gesetzt. Auch wenn auf dem Festzelt am Holzweg beim Vorweidener Jungenspiel Nassau nicht alles so rund lief, wie es sich die dortigen Spellsleute erträumt hatten. Dabei hatten sie sich doch so sehr ins Zeug gelegt.

Ganz im Zeichen des 75-jährigen Bestehens stand das bunte Kirmestreiben von Jung und Alt beim Weidener Jungenspiel auf seinem Zelt auf dem Marktplatz. Die Vorsitzende Melanie Dautzenberg freute es, nach zwei Tagen eine äußerst positive Bilanz ziehen zu dürfen. Beim Frühschoppen hatten die Weidener auch „Achen-Olé“-Besucher zu Gast, die sich vor der Heimkehr an den Niederrhein im Festzelt stärkten. Erst recht gelungen war der Jubiläumsabend. Dabei durfte der Jubilar nicht nur die Glückwünsche von Bürgermeister Arno Nelles und vom AWJ-Vorsitzenden Hans Maaßen entgegen nehmen, auch die Gastjungenspiele sowie Freunde und Vereine schlossen sich in großer Zahl an.

Der strahlende Sonnenschein, der den Spellsleuten beim Kirchgang beschieden war, war leider nur von kurzer Dauer. Die Messe wurde von Gemeindereferent Thomas Krieger zelebriert, wobei sich Spellsleute bei den Fürbitten einbrachten. Musikalisch gestalteten der Chor „Lucivers“ und der Musikverein „Eintracht“ aus Konzen sowie Organist Karl Graf, der ein Kirmeslieder-Medley zum Mitsingen intonierte, den Rahmen. Im Schatten des Kirchturmes stellten die Fahnenschwenker von Grün-Weiß und Blau-Weiß anschließend Ausschnitte ihres Programms vor, musikalisch untermalt von Konzen und vom Musikzug Alsdorf-Schaufenberg.

Trockenen Fußes erreichten die Maijungen mit ihren reizenden Maibräuten die Zelte, bevor der Himmel am Nachmittag doch noch seine Schleusen öffnete. Obwohl schwarze Wolken das Fürchten gelehrt hatten, blieben die Spellsleute beim großen Festzug von einem Wolkenbruch verschont.

Kinder in Grün-Weiß auf Laufrädern und Cityrollern sowie Pritschenkinder, die das Rad schlugen, kündigten mit den beiden Pritschenmeistern Markus und Michel Lürken das farbenprächtige Spektakel an. Es folgte die Jubiläumsspielspitze von 1989 mit Maikönig Stephan Kriescher in Begleitung von Claudia Offermanns und Sabine Grooten-Thal. Vor 50 Jahren war Heinz Dahmen der Chef des Spiels. An der Seite von Maikönig Matthias Sturm strahlten Königin Kathi Krebs sowie die Ehrendamen Ulla Labisch und Fine Cardaun. Mit von der Partie waren auch Pärchen und Pritschenjungen aus dem Jahre 1964. Weitere Spitzen aus vergangenen Jahren begeisterten bei ihrem Defilee.

Im flotten Marschtempo spielten das Bundestambourkorps „Alte Kameraden“ und die Musikvereinigung Roetgen ihnen auf. Überhaupt war der Festzug von vorne bis hinten mit reichlich guter Musik ausgestattet. Mit Komplimenten überschüttete der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Würselener Jungenspiele, Hans Maaßen, die liebreizenden Maibräute in ihren schmucken langen Kleidern und die feschen Maijungen in ihren dunklen Anzügen, die mit ihren Hüten freundlich grüßten. Beim Jubiläumsspiel waren es über 20.

Das Bad in der Menge genoss die Jubiläumsspielspitze: Maikönigin Sylvia Kuck, Maikönig Tobias Bayer, Ehrendame Sabrina Wezel, Maimagd Jana Rothe, Maiknecht Thonas Gottschalk und Ehrendame Vanessa Wezel. Als erstes Gastjungenspiel präsentierte sich ansehnlich Oppen-Haal. Mehr als einmal gab es anerkennenden Szenenapplaus.

Ein Nachwuchspärchen und die Spielspitze 1989 mit Königin Petra Franzen und König Dieter Heck hatte das Jungenspiel Vorweiden-Nassau aufzubieten. Die Fahnenschwenker Blau Weiß machten anlässlich des 40-jährigen Bestehens unter ihrem Chef Dieter Künkeler mit einer starken Formation ihre Aufwartung. Maaßen dankte ihnen „für viele Jahre Treue zum Jungenspiel Nassau“. Dann die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Weiden mit all ihren Würdenträgern, an der Spitze der Jubiläumsschützenkönig Matthias Kroppenberg.

An die 20 Pärchen – sechs Maibräute mussten sich drei Jungen teilen - warben bei „Nassau“ mit Erfolg voller Charme um die Gunst des Publikums, allen voran Maikönigin Bianca Dovermann, Maikönig Rene Esser, Ehrendame Vanessa Jansen, Maimagd Jacqueline Dohlen, Maiknecht Stefan Sauer und Ehrendame Chiara Scheilz. Als Chef des Spiels gab Pritschenmeister Jarek Kosch eine gute Figur ab. Als weitere Gastjungenspiele reihten sich nacheinander Markt-Preck, das Jungenspiel Euchen mit seinen spektakulären Fahnenschwenkern und die Nachbarn aus Linden-Neusen mit der Fahnenschwenkergemeinschaft Linden-Neusen/Dobach-St. Jobs ein. Nicht fehlen durften die „Stoppelhusaren“ aus Sankt Jöris und die „Oberländer Buam“, die auch beim Frühschoppen den Ton angegeben hatten. Die Zuschauer waren um ein Kirmes-Erlebnis in Weiden reicher.

Für 50 aktive Jahre erfuhr Vize-Bürgermeister Hans-Josef Bülles durch den Vorsitzenden des Nassauer Jungenspiels, David Hermanns, assistiert von Geschäftsführerin Constanze Siemons, eine besondere Ehrung. Die Ehrenpritsche ging in diesem Jahr an den Löschzug Broichweiden für dessen Einsatzbereitschaft bei den Aufmärschen der Spiele.

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