Würselen - Weidener Jungenspiel: „Ein Stück gesellschaftliches Leben“

Weidener Jungenspiel: „Ein Stück gesellschaftliches Leben“

Von: ehg
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Freuen sich über die Ausstellung zu 75 Jahre Weidener Jungenspiel: (v.l.) Ehrenvorsitzender Heinz Dautzenberg, Vorsitzende Weidener Jungenspiel Melanie Dautzenberg, Bürgermeister Arno Nelles, Nina Scheeren, Ehrenvorsitzender Stephan Kriescher und Leo Jansen, Geschäftsstellenleiter der Sparkasse. Foto: W.Sevenich

Würselen. „Bleibende Momente“ – vor allem aus jüngster Vergangenheit – sind in einer Ausstellung anlässlich des „75-Jährigen“ des Weidener Jungenspiels in der Geschäftsstelle der Sparkasse an der Hauptstraße dokumentiert.

Zusammengestellt wurde sie von Nina Scheeren, Stephan Kriescher und Heinz Dautzenberg. Zur Eröffnung durfte Geschäftsstellenleiter Leo Jansen neben dem Schirmherrn, Bürgermeister Arno Nelles, und den Repräsentanten des Weidener Jungenspiels Abordnungen zahlreicher Ortsvereine begrüßen. Er wünschte den Spellsleuten der Westwacht „ein schönes unvergessliches Jubiläumsspiel“.

„Es ist nicht nur ein Stück Vereinsgeschichte, sondern vielmehr ein Stück gesellschaftliches Leben, das in der Ausstellung auflebt“, betonte Bürgermeister Nelles. Die Spellsleute prägten das kulturelle und das gesellschaftliche Leben in der Stadt der Jungenspiele. An die „Weidener“ gewandt: „Auf Ihre bisherigen Leistungen dürfen Sie stolz sein, machen Sie weiter so!“

Was die Jungenspiele ausmachten, hinterfragte die Vorsitzende Melanie Dautzenberg. „Obwohl sich im Laufe der Jahre Änderungen ergeben haben, halten wir das Brauchtum lebendig.“ Auch heute gelinge es noch, viele junge Leute für das „Spell“ zu begeistern. „Die Tradition muss weiterleben.“

Heinz Dautzenberg führte in die Ausstellung ein. Die Idee sei, lustige Bilder rund um das Jungenspiel bis hin zum „Spiel verkehrt“, das sich am Kirmesmontag nach der letzten Einkehr formiert, der Öffentlichkeit zu präsentieren. Ergänzt werden sie durch Fotos aus den letzten 15 Jahren und Bilder von königlichen Hoheiten gemeinsam mit denen des Nassauer Jungenspiels. Nicht fehlen darf ein Mannschaftsfoto der Fahnenschwenker Grün Weiß, die auf ihre 35 Jahre des Bestehens zurückgeblickt haben. Die Kostbarkeit der Ausstellung ist ein im Archiv gefundenes Fotoalbum von 1950. Es wurde vom damaligen Vorsitzenden der Westwacht, Rektor Josef Steinrath, zusammengestellt.

Auf Hilfe aus der Bevölkerung setzen Dautzenberg und sein Team bei der Identifizierung eines alten Fotos, von dem ein bis heute nicht bekannter Künstler eine Schwarz-Weiß-Zeichnung erstellt und der Sparkasse überlassen hat. Bereichert wird die Bilddokumentation durch Objekte aus der Historie des Weidener Jungenspiels, unter anderem mit der wohl längsten Pritsche in der Stadt der Jungenspiele, alte Schärpen und ein altes Königsschild, mit dem in früheren Jahren der Hauseingang des Maikönigs geschmückt wurde.

Aufmerksam machte Dautzenberg noch auf die Festschrift zum Jubiläum, die in der SK-Geschäftsstelle und in der Geschäftsstelle der VR-Bank an der Hauptstraße erhältlich ist. Gefeiert wird das Jubiläum vom 22. bis 25. August 2015 im Festzelt auf dem Weidener Marktplatz. Die Ausstellung in der SK-Geschäftsstelle kann bis zum 27. Juni besichtigt werden.

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