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Wehr besiegelt Partnerschaft mit ungarischen Kollegen

Von: eska
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Unter Dach und Fach: Auch Beggendorfs Löschzugführer Heinz Michel und die Vàler Bürgermeisterin Ferencne Toth unterzeichneten den Partnerschaftsvertrag. Foto: Edwin Michel

Baesweiler/Vál. „Das ist vorbildlich und eine sehr gute Sache!” Mit großer Freude hat auch Frank Brunner, als Beigeordneter unter anderem zuständig für die Feuerwehr, registriert, was sich jetzt im ungarischen Städtchen Vál ereignet hat.

Bürgermeisterin Ferencne Toth sowie die Löschzugführer Heinz Michel und Istvan Nagy haben feierlich einen Freundschaftsvertrag unterzeichnet. Damit besiegelten sie offiziell eine seit 23 Jahren bestehende Partnerschaft.

Noch vor dem Zusammenbruch des Ostblocks im Jahr 1987 hatten sich Feuerwehrleute des Beggendorfer Löschzugs mit ihren Familien zu einer vom ehemaligen Kreisbrandmeister Edwin Michel organisierten Reise nach Budapest aufgemacht. Dabei stand auch ein Abstecher ins rund 45 Kilometer von der ungarischen Hauptstadt entfernte Vál auf dem Programm. „Neben Stadtbesichtigung und Donaufahrt in Budapest hatte der Reiseveranstalter den Besuch einer Feuerwehr auf dem Land angeregt”, erinnert sich Michel. Bei einer Kutschfahrt und anschließender Gulaschverköstigung stand für die Besucher aus Beggendorf schnell fest, dass es beim Austausch um mehr ging als um das Fachsimpeln über C-Rohre und Leiterwagen.

„Die Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Menschen begeisterte uns sofort”, betont Edwin Michel. Der Anfang war gemacht, die Fortsetzung ließ nicht lange auf sich warten: Der erste Gegenbesuch der Váler Kameraden in Beggendorf folgte ein Jahr später. Seitdem laden sich die Wehren regelmäßig ein - zum Beispiel zu Jubiläen. „Und wenn es gerade kein Fest gibt, wird halt eins gemacht”, sagt Heinz Michel, stellvertretender Löschzugführer. „Über die Jahre haben sich viele private Kontakte und Freundschaften von Familien begründet, so dass auch hier Besuche an der Tagesordnung sind.” So etwa beim Karnevalstreiben im vergangenen Jahr, wie sich Beigeordneter Frank Brunner erinnert. Das ist ein prima funktionierender Austausch und ein echter Beitrag zur Völkerverständigung.”

Nächster Besuchstermin steht

Dass die Feuerwehrkollegen nicht nur gut miteinander feiern, sondern sich auch unterstützen, ist eine weitere Dimension der deutsch-ungarischen Partnerschaft. So spendete die Stadt Baesweiler Mitte der 90er Jahre unter anderem zwei Feuerwehrfahrzeuge, Atemschutzgeräte und Schläuche sowie Uniformen der Jugendfeuerwehr nach Vál, wo sie jetzt im Einsatz sind. Was zur Anfangszeit noch eine Begegnung von Menschen aus unterschiedlichen Systemen in Ost und West war, ist mittlerweile „gelebtes Europa”, wie Heinz Michel trefflich formuliert. Schließlich ist das Land seit 2004 auch in der EU angekommen und weit weg vom damaligen „Gulaschkommunismus”, der etwas abgemilderten Form des Staatssozialismus. Geblieben ist über die Jahre hinweg gewachsene Freundschaft.

Beim jetzigen Besuch einer Beggendorfer Delegation zur Vertragsunterzeichnung - auch Baesweilers Bürgermeister Dr. Willi Linkens hat mittlerweile seinen Namen unter das Schriftstück gesetzt - wurde gleich der nächste Besuchstermin in Vál festgezurrt: Denn vom 6. bis 13. August feiert die Váler Löschgruppe 125-jähriges Bestehen.
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