Aachen - Wasserverband plant eine neue Werkstatt

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Wasserverband plant eine neue Werkstatt

Von: Nadine Tocay
Letzte Aktualisierung:
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Auf dem Gelände der Kläranlage Aachen-Soers an der Krefelder Straße soll ein zweistöckiger Neubau entstehen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) baut eine verbandseigene Ausbildungswerkstatt auf dem Gelände der Kläranlage in der Soers an der Krefelder Straße. Seit 2011 werden die Auszubildenden in den Berufen Fachkraft für Abwassertechnik, Elektroniker für Betriebstechnik und Mechatroniker in Containern unterrichtet.

Da jedoch inzwischen die Anzahl der Azubis angestiegen ist, reicht der Platz in den provisorischen Werkstätten nicht mehr aus. Der geplante Bau soll das Provisorium ablösen.

„Mit der erhöhten Zahl an Auszubildenden reagiert der Verband auch auf einen steigenden Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften“, sagt Verbandsvorstand Joachim Reichert. In den kommenden Jahren werde nämlich voraussichtlich ein Viertel der rund 600 Beschäftigen des Wasserverbands in den Ruhestand gehen.

Bereits 2015 begannen die Planungen für den zweistöckigen Neubau. Er soll eine Elektronik- und eine Mechanikwerkstatt umfassen. Darüber hinaus sind Klassenzimmer für den theoretischen Unterricht geplant sowie Sozial- und Sanitärräume.

Durch die Schulungen an einem zentralen Ort soll eine einheitliche Ausbildung auf gleichem Niveau gewährleistet werden, teilt der WVER mit. Der Beginn der Bauarbeiten ist für Mitte Februar geplant. Die Arbeiten sollen voraussichtlich in einem Jahr abgeschlossen sein. Die Gesamtinvestitionskosten veranschlagt das Unternehmen mit Sitz in Düren mit rund 2,4 Millionen Euro.

Vor 25 Jahren nahm der Wasserverband Eifel-Rur seine Arbeit auf. Eine Fläche von mehr als 2000 Quadratkilometer umfasst sein Gebiet aktuell. Darin leben rund 1,1 Millionen Menschen. Der WVER reinigt von der Nordeifel bis ins Heinsberger Land und von Aachen bis Düren Abwasser – sowohl das häusliche als auch das industrielle. 44 Kläranlagen sind dafür im Einsatz.

Doch nicht nur die Reinigung vor Ort gehört zu seinen Aufgaben. Der Verband betreut zudem rund 800 Sonderbauwerke, darunter Regenrückhaltebecken und Pumpstationen.

Er unterhält 1900 Kilometer Gewässerstrecke und unterstützt den Hochwasserschutz an Fließgewässern. Auch sechs Talsperren in der Nordeifel werden vom WVER betrieben. Mit seinen Wasservorräten stützt er die Trinkwasseraufbereitung in der gesamten Region und stellt sicher, dass Brauchwasserversorger von Industrie- und Gewerbebetrieben genügend und gereinigtes Wasser zur Verfügung haben.

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