Wasserspringerinnen sammeln Gold

Von: Stefan Schaum
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Bereit für die nächsten Medaillen: Die Wasserspringerinnen Elena (l.) und Christina Wassen haben noch viel vor. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Sascha Klein haben sie schon kennengelernt. Netter Typ. Und ein großes Vorbild, na klar. Gut möglich, dass Christina und Elena Wassen auch mal so groß rauskommen, wie der derzeit bekannteste deutsche Wasserspringer. An Erfolgen mangelt es bereits jetzt nicht – und sie sind ja noch jung.

Da kann noch einiges kommen. Ihre Baesweiler Heimat haben die Schwestern schon vor einer ganzen Weile gegen Berlin eingetauscht. Im dortigen Schul- und Leistungssportzentrum bereiten sie sich derzeit auf die Teilnahme an den Jugend-Weltmeisterschaften im russischen Penza vor. Am 5. September geht es dort hin. Ein weiterer Schritt auf der Erfolgsleiter der Wasserspringerinnen.

Jüngst waren die 13-jährige Elena und ihre zwei Jahre ältere Schwester Christina zu Besuch bei ihren Eltern in Baesweiler. Oft kommt das nicht vor, denn der Terminplan der beiden ist ziemlich voll. „Wir haben kaum mal einen Tag ohne Training“, sagt Christina. Ob das immer Spaß macht? Geht so. „Momentan ist es eher Stress“, sagt die 15-Jährige mit Blick auf die anstehende Meisterschaft. Doch sie kennt es ja nicht anders. Die Leidenschaft für diesen Sport begann schon vor zwölf Jahren, und zwar im Baesweiler Hallenbad. Als Dreijährige ist Christina schon aufs Sprungbrett geklettert. „Die ist ins Wasser gesaust wie ‘ne Kerze. Und das nicht nur einmal“, erinnert sich Papa Josef Wassen.

Auch Elena zeigte Talent – und so trainierte die Geschwister schon bald im Aachener Bundesstützpunkt. Bis der 2013 nach Berlin ging. Für die Teenager die perfekte Stadt – auch wenn sie vor lauter Training nicht allzuviel davon sehen. Berlin sei jedenfalls kein Vergleich zu Baesweiler – auch wenn Bürgermeister Dr. Willi Linkens beim Empfang im Rathaus womöglich nicht so gern hörte. „Wir sind ungeheuer stolz auf eure Leistungen“, sagte er, „es ist beeindruckend, wie viele Medaillen ihr schon gesammelt hat“. Von den Deutschen Sommermeisterschaften der A/B-Jugend in Dresden hat Christina drei Goldmedaillen mitgenommen und Elena sogar fünf. Auch die hängen in Baesweiler. „Die Medaillen darf Mama aufhängen und abstauben“, sagte Mutter Bettina Wassen beim Besuch im Rathaus. Sie vermisst ihre Töchter, sicher. Aber sie findet es auch gut, dass ihre Mädchen sportlich optimal gefördert werden.

Ein paar Jahre lang wollen Christina und Elena noch trainieren. Und wer weiß, vielleicht sind die Olympischen Spiel ja auch irgendwann drin. So weit denken die beiden zwar noch nicht, aber wenn man sie danach fragt, dann sagen sie auch nicht: auf keinen Fall. 2016 startet die Qualifikation, an der auch die beiden teilnehmen werden, schließlich gehören sie zur Deutschen Nationalmannschaft der Wasserspringer. Da ist noch Luft nach oben. „Wenn ihr weiter so gut seid, müssten wir glatt überlegen, ob wir unser Schwimmbad umbauen“, sagte Linkens. Das Dach anheben und dann einen Zehn-Meter-Sprungturm rein.“ Damit auch kommende Baesweiler Talente sich schon ganz früh üben können.

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