Warten zwischen Leben und Tod

Von: Christoph Hahn
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Interessante Diskussion eingeleitet: Schüler des Gymnasium Alsdorf hören einen Vortrag zum Thema Organspende mit Dr. Armin Homburg vom Klinikum Aachen. Fotos (2): Wolfgang Sevenich Foto: Wolfgang Sevenich
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Gymnasium Alsdorf: Schulleiter Wilfried Bock (r.) und der Betreuungslehrer Dr. Mathias Ebel (l.) gratulieren Fabien Wiertz zum Erfolg. Foto: Wolfgang Sevenich

Alsdorf. Nachdenklich fiel für rund 100 Schüler des Gymnasiums Alsdorf der Start in die Herbstferien aus: Dr. Armin Homburg, Transplantationskoordinator am Uniklinikum in Aachen, informierte sie in einem Vortrag über das Thema „Organverpflanzung“.

Ausgegangen war die Initiative zu dem Referat von Biologielehrerin Jasmin Küffen, die von Lehrer-Kollegen, Direktor Wilfried Bock und dessen Stellvertreter Martin Wüller unterstützt wurde.

„Solidarkette der Gemeinschaft“

Die, die das „Gastspiel“ des Mediziners erreichen sollte, begegneten den Ausführungen dieses Spezialisten mit Offenheit und Aufmerksamkeit: Keine Störaktion und kein Geschwätz unterbrach die Darlegungen des Experten.

Direktor Bock formulierte in seiner kurzen Begrüßung die Leitfrage des Vortrages und der Aktionen im Unterricht, die nach Ferienende einsetzen sollen: „Wie geht man mit dem Thema ‚Organspende‘ um?“

Zugleich machte der Pädagoge den jungen Menschen im Publikum kurz und eindrucksvoll die Dringlichkeit des Themas klar: „Die, die darauf warten, warten zwischen Leben und Tod.“

Dr. Homburg seinerseits bezeichnete die Entwicklung der Transplantationsmedizin von ihren ersten Voraussetzung wie der Erfindung der Gefäßnaht um 1900 als „eine ganz spannende Geschichte“.

In der Gegenwart angekommen, beruhigte Homburg die Jugendlichen: „Wir sind nicht mehr im Experimentalstadium“, fügte aber auch angesichts einer schwindenden Spendenbereitschaft hinzu: „Wir brauchen eine Solidarkette in der Gemeinschaft.“

Auch das schwierige Gespräch mit Angehörigen vor einer Organspende und das Gefüge der Institutionen wie Eurotransplant, die im Vorfeld einer Verpflanzung tätig werden, erläuterte der Gast ausführlich.

Im Folgenden entspannte sich eine rege Diskussion, in dem die Schüler offen und ehrlich auch ihre Ängste und Zweifel zum Thema machten. Hirntod als Kriterium für die Organentnahme, der Ausweis für Spender, körperliche Abstoßungsreaktionen auf das neue Organ und noch mehr: Das alles machten die Gymnasiasten zum Thema. Für die Lebendigkeit der Diskussionen im Unterricht lässt das das Beste hoffen.

Chemie-Olympiade

Große Freude im Gymnasium Alsdorf: Fabian Wiertz (15) gewann als 107. von rund 4000 Teilnehmern bundesweit die erste Runde der Chemie-Olympiade.

Direktor Wilfried Bock) und Fachleiter Dr. Matthias Ebel gratulierten dem Schüler herzlich. Doch keine Risse ohne Dornen: Bock übergab dem Schüler nicht nur eine Urkunde, sondern zugleich auch die Aufgaben für die nächste Runde.

Die kommt auch auf Wiertz‘ Mitschülerin Christina Wellmann zu, die bei der Ehrung nicht dabei war. Organisiert wird die Chemie-Olympiade vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik an der Universität Kiel.

In den ersten Runden lösen die Teilnehmer die Aufgaben vor allem schriftlich am Schreibtisch daheim. Experimentelles Arbeiten kommt erst später dazu.

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