Wardener sorgen sich um Hochwasserschutz

Von: rp
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Die Idylle trügt: Hier plätschert der Merzbach harmlos dahin, bevor er an der unteren Straße Am Alten Gericht Warden verlässt. Dass er es auch anders kann, hat er an dieser Stelle schon nachhaltig bewiesen. Foto: Schmitz

Alsdorf. Die Bezirksregierung Köln hat den gesetzlichen Auftrag, Überschwemmungsgebiete festzustellen. Es handelt sich hierbei um Flächen, die tatsächlich bei einem so genannten „100-jährlichen Hochwasser“ überschwemmt werden. Im Stadtgebiet Alsdorf wurde nur ein kleiner Bereich an der unteren Straße Am Alten Gericht in Alsdorf-Warden ermittelt.

Hierfür hat die Bezirksregierung jetzt eine Verordnung für den Merzbach in Alsdorf-Warden erarbeitet.

Der Merzbach führt von Kinzweiler her ans Ende der Straße Am Alten Gericht, wird von da unter der Erdoberfläche weiter geleitet und kommt hinter der Autobahn wieder an Tageslicht, von wo er seinen Weg Richtung Schleiden-Jülich weiter nimmt.

In der Tat ist das Wasser bei einem so genannten Jahrhundertregen im unteren Bereich der Straße Am Alten Gericht bis etwa zum Dorfgemeinschaftshaus gekommen, hat dort einige Häuser unter Wasser gesetzt und Schäden verursacht. Dies hat damals die Interessengemeinschaft Wardener Bürger auf den Plan gerufen. Sie hatte gegenüber dem damals zuständigen Merzbachverband Aldenhoven bezüglich eines dringend notwendigen Rückhaltebeckens Druck gemacht.

Als Reaktion wurde viele Monate später das großzügige Rückhaltebecken mit vielen Freiflächen und einem Teich zwischen Mülldeponie und der Straße am Alten Gericht angelegt. Gleichzeitig wurde auf der anderen Seite der dort verlaufenen L 240 ein weiteres Rückhaltebecken angelegt, um zusätzlich Hochwasser, insbesondere von den Ackerflächen mit Neigung auf Warden, aufzunehmen.

Dieses Rückhaltebecken ist seit einiger Zeit völlig mit Bäumen und Sträuchern zugewachsen. Daher hat die Interessengemeinschaft Wardener Bürger unter Vorsitz von Franz-Josef Schüller und mit Geschäftsführer Robert Pelzer die Möglichkeit wahrgenommen, sich nach dem Inhalt des Entwurfes der neuen Überschwemmungsgebietsverordnung zu informieren.

Gleichzeitig hat man nach Rücksprache mit der zuständigen Sachbearbeiterin, Mareike Wenn vom Eigenbetrieb Technische Dienste der Stadt Alsdorf, Einwendungen bezüglich des aus Sicht der Interessengemeinschaft nicht mehr voll funktionierenden zweiten Rückhaltebeckens erhoben, weil es mittlerweile übermäßig zugewachsen ist und hierdurch die Aufnahme von Niederschlagwasser in ausreichendem Umfang angezweifelt wird.

Die Wardener hatten den Zustand des zweiten Rückhaltebeckens schon länger ins Auge gefasst. Jetzt sind die Wardener Interessenvertreter froh darüber, dass sich hier bald etwas bewegt.

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