Würselen - Waldbestände sollen artenreicher werden

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Waldbestände sollen artenreicher werden

Von: ehg
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Würselen. Vor dem Hintergrund des Klimawandels strebt die städtische Försterin Susanne Gohde „einen strukturreichen, naturgemäßen und ökonomisch ausgerichteten Waldbau” an.

„Die Wälder sind dauerhaft unangepasst, da niemand sagen kann, welche Baumarten in 50 Jahren angepasst sein werden”, richtete sie den Blick nach vorne, als sie im Betriebsausschuss den Forstwirtschaftsplan 2010 vorlegte.

Krisengeschädigte Waldbestände werden in artenreiche Mischwälder umgewandelt. In 2010 werden - so Susanne Gohde - 3200 Stück Laubholz gepflanzt werden. Nach 45-minütiger eingehender Beratung nahm der Ausschuss ihren Bericht wohlwollend zur Kenntnis.

Der Försterin sprachen die Fraktionen Dank und Anerkennung für ihre intensive Arbeit aus. CDU-Sprecher Joseph Bongard freute es, dass die Einnahmen gegenüber der Kalkulation im Jahr 2009 überschritten worden sind. Aber auch, dass alle Pflegerückstände beseitigt werden konnten.

Die vorgelegte Holzeinschlagsplanung sieht die Nutzung von 1604 Festmetern vor. Bei Berücksichtigung der nicht durchforsteten Waldbestände müssen dringend Fichten- und Pappelbestände gepflegt werden. Zur Schonung von Boden und Beständen werden an nassen Standorten Kaltblüter für das Herausrücken des Holzes eingesetzt werden. Im letzten Jahr waren ein Forstwirt und ein Auszubildender zu 22 Prozent ihres Arbeitsvolumens im Holzeinschlag aktiv. 2152 Festmeter wurden von ihnen eingeschlagen. Größere Stürme blieben in 2009 zwar aus, jedoch wurde an bekannten Stellen erneut ein starker Borkenkäferbefall festgestellt.

Durch die integrative Borkenkäferbekämpfung wurde ihm Einhalt geboten. Um eine höchstmögliche Vitalisierung und Stabilisierung junger Laub- und Nadelholzbestände zu erreichen, sollen frühzeitig Maßnahmen zur Jungbestandspflege durchgeführt werden.

Dem Ausschuss gab die Försterin vor, dass der in den vergangenen Jahren zurückgestellte Wegebau im Bereich Gut Schwarzenbruch weiterhin auf der Agenda stehe. Dringende wegebauliche Maßnahmen wurden im letzten Jahr am Hermann-Löns-Pfad, an den Parkplätzen und an einem Rundweg im Pleyer Wald durchgeführt.

Reitwege verbessern

In diesem Jahr sind derartige Maßnahmen im Bereich des Rundweges am Forsthaus Weiden, am Pastorenweg und an zwei Waldwegen parallel zur Würselener Straße geplant. Aus Mitteln der Reitwegeabgabe in Höhe von rund 10.000 Euro konnte das Reitwegesystem 2009 verbessert werden. Dass für 2010 von der Städteregion nicht mehr als 5000 Euro in Aussicht gestellt worden sind, monierte SPD-Sprecher Frank Zimmer.

Sehr hoch waren wieder die Kosten für die Beseitigung wilder Müllkippen an den Stadtwaldstraßen und Parkplätzen, was dem Ausschuss nach wie vor ein Dorn im Auge ist. Im Bereich Naturschutz und Landschaftspflege hat die Försterin für 2010 eine Reihe von Maßnahmen vorgesehen: Seltene Baumarten sollen im Pleyer Wald mit vier Schulklassen der Grundschule Bardenberg angepflanzt werden.

Unter Mithilfe der Waldjugend sollen Feuchtgebiete artgerecht hergerichtet und Nistkästen gereinigt werden. Maßnahmen zum Erhalt und zur Vermehrung der Roten Waldameise sowie zum Schutz der Fledermäuse, in diesem Falle mit Unterstützung des BUND. Bienenfreundliche Sträucher sollen an Waldrändern angepflanzt werden. Ein besonderes Augenmerk soll aber auch auf den Erhalt der Korbweiden am Forsthaus Weiden gelegt werden. Aktivitäten will die Försterin auch wieder in Sachen Öffentlichkeitsarbeit entwickeln.

Baum des Jahres pflanzen

Im vergangenen Jahr nahmen 302 Personen aus Kindergärten und Schulen sowie Erwachsen an Waldführungen teil. Mit der Waldjugend wurde die Korbweidenfläche beschnitten. Am Tag des Baumes wurde der Baum des Jahres, der Bergahorn, gepflanzt. Rund 200 Nistkästen wurden geleert.

Herzlich bedankte sich Susanne Gohde im Ausschuss bei den Mitarbeitern der Kommunalen Dienstleistungen Würselen (KDW) für die Unterstützung, die sie bei der Instandsetzung der Wege im Pleyer Wald erfahren hatte.
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