Von der Bürgerinitiative zur drittstärksten Kraft im Stadtrat

Von: ehg
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Würselen. Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) wird zehn Jahre alt. Hervorgegangen ist sie aus der Bürgerinitiative Morsbach.

Sie war 1996 ins Leben gerufen worden, weil die dortigen Bürger nicht mit den von der Stadt nach der Sanierung festgesetzten Ausgleichszahlungen nicht einverstanden war. „Unser Bemühen war von Erfolg gekrönt”, erinnert sich Theo Scherberich, einer der drei Sprecher von damals.

Da aber die Bürger auch in anderen Stadtteilen mit der Politik unzufrieden gewesen seien, habe er (Scherberich) neue Mitstreiter gesucht. Auch Erich Horbach, der damals schon in Leserbriefen deutlich seine Meinung gesagt hatte, konnte von ihm mit ins Boot geholt werden. Es folgten Informationsveranstaltungen in den verschiedenen Ortsteilen. Im Januar1999 fand dann die Gründungsversammlung im damaligen Lokal Schiffgens an der Kaiserstraße statt.

In kürzester Zeit hatte die als Verein gegründete Unabhängige Wählergemeinschaft einen beachtlichen Zulauf. Alle 22 Bezirke konnten bei der Wahl im Herbst 1999 besetzt werden. Mit 12,4 Prozent Stimmen, die sie auf sich vereinigen konnte, stieg die UWG zur drittstärksten Kraft im Rat der Stadt auf. Ins kalte Wasser geworfen, habe man erst einmal Boden unter die Füße bekommen müssen, so Theo Scherberich, der Vorsitzende der UWG vom ersten Tag an. Er sich angesichts der 16,5 Prozent bei der Wahl 2004 erst recht sicher: „Wir wurden nicht aus Protest gewählt.”

Mit Blick auf Kommunalergebnisse von Freien Wählergemeinschaften vor allem in Baden-Württemberg und Bayern registriert Fraktionsvorsitzender Walter Quadflieg einen Wandel in der Parteienlandschaft. „Wie sie haben auch wir uns in Würselen in den vergangenen zwei Legislaturperioden etabliert.” Stolz sei die UWG- so Geschäftsführer Hans Göbbels, ebenfalls ein Mann der ersten Stunde - auf ihre Kernmannschaft.

Der Frauenanteil liegt bei ihr bei 45 Prozent. Die Liste für die Kommunalwahl 2009 steht. Zehn Prozent der Bewerber werden Frauen sein. In der ersten Legislaturperiode bekleidete Dieter Schillings das Amt des Fraktionsvorsitzenden, in der zweiten folgte ihm Walter Quadflieg nach.

Anlässlich des Zehnjährigen findet eine Jubiläums-Matinee am Samstag, 21. März, um 10.30 Uhr im Kulturzentrum Altes Rathaus, Kaiserstraße 36, statt. Im Mittelpunkt wird ein Festvortrag „1 - 2 - 3 schuldenfrei” von Magnus Staehler stehen. Er ist Bürgermeister der schuldenfreien Stadt Langenfeld und Autor des gleichnamigen Buches.
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